"Heavenbound" beteiligt sich am weltweiten Aktionstag - Erschreckende Zahlen in den Fokus ...
Gospelsongs gegen Hunger und Unterdrückung

"Heavenbound" gestaltete die Gospelaktion für eine gerechtere Welt erneut als Gottesdienst. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
21.09.2015
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"Gospel für eine gerechtere Welt": Zum vierten Mal beteiligte sich die Gruppe "Heavenbound" am Aktionstag gegen Hunger, Armut und Unterdrückung und gab am Samstag in der voll besetzten Erlöserkirche unter der Leitung von Thomas Huber ein Benefizkonzert.

"Die Güter sind ungleich verteilt auf der Erde", sagte Sprecher Matthias Hofmann, "die Auswirkungen erleben wir aktuell vor unserer Haustür". Schwerpunktthema war heuer die "moderne Sklaverei". 600.000 Minderjährige arbeiten auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste, heißt es im Schreiben der Trägerorganisation, 200.000 werden in haitianischen Haushalten Opfer von Gewalt, Tausende in der Dominikanischen Republik verschleppt. In Europa gebe es 900.000 Opfer von Menschenhandel, vor allem Frauen und Mädchen.

"Wir tragen mit unserem Konsumverhalten dazu bei", machte Matthias Hofmann deutlich: Das Billigste im Supermarkt, T-Shirts für 2,99 Euro im Internet. Mit dem Gospelday-Song "We are changing the world" warb der Chor für fairen Handel. Jedes Jahr gehen beim Gospeltag rund 150.000 Euro an Spenden ein. In diesem Jahr unterstützt die Trägerorganisation ein Kinderhaus in Bangladesh. Dort finden Mädchen und Buben Zuflucht, "die sonst in reichen Familien als Haushaltssklaven arbeiten müssen".

An der Aktion beteiligten sich am Samstag weltweit 7000 Sänger in 180 Chören. Sie sangen auf öffentlichen Plätzen, an Ländergrenzen, vor dem Brandenburger Tor, auf Bahnhöfen und sogar auf der Zugspitze. Die Gospelgruppe "Heavenbound" wählte zum vierten Mal die Form eines Gottesdienstes.
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