Heimkosten steigen moderat

Das Elisabethenheim der Bürgerspitalstiftung war im ersten Halbjahr mit 95 Prozent ausgelastet. Das bedeutet, dass im Schnitt 171 der 180 Plätze belegt waren. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
21.07.2015
3
0

Das Leben im Elisabethenheim wird teurer: Die Bewohner müssen ab dem 1. August im Schnitt 2,76 Prozent mehr bezahlen, beschloss der Alten- und Pflegeheimausschuss am Dienstag. Um die Personaldecke zu sichern, stellt die Bürgerspitalstiftung weitere fünf Auszubildende ein.

Steigende Personalkosten als Auswirkung der Tarifabschlüsse wie auch höhere Lebensmittelpreise gab der Geschäftsführer der Bürgerspitalstiftung, Egon Gottschalk, als Gründe für die Erhöhung an. Für rüstige Bewohner bedeutet die Steigerung einen monatlichen Mehraufwand von 47,75 Euro auf dann 1660 Euro im Einzelzimmer. Für Pflegebedürftige in Stufe 3 steigt das monatliche Entgelt um gut 92 Euro auf dann 3650 Euro.

Gottschalk nannte die Steigerungen moderat, auch weil zum 1. Januar die Leistungen der Pflegeversicherung stiegen und damit die Erhöhung zumindest zum Teil auffangen. CSU-Sprecher Christian Eimer nannte die Erhöhung "nicht schön, aber unumgänglich". Matthias Kuhn signalisierte für die SPD ebenfalls Zustimmung, die Lohnerhöhungen für das Personal seien gerechtfertigt. Dem pflichteten auch Marion Juniec Möller (AuGe) und Dr. Jochen Glamsch (UW) bei. Nur Lothar Walz (Freie Wähler) sprach sich gegen eine Erhöhung der Entgelte aus.

Die Halbjahresbilanz des Geschäftsführers fiel positiv aus. Die Auslastung des Heims liegt mit annähernd 95 Prozent (knapp 171 von 180 Plätzen) höher als veranschlagt. 26 Bewohner sind im ersten Halbjahr verstorben. Die Einnahmen aus den Heimentgelten lagen auch deshalb unter der Kalkulation. Das liegt daran, dass die verstorbenen Bewohner in höhere Pflegeklassen eingestuft waren, während Senioren mit niedrigem Bedarf neu ins Elisabethenheim gezogen sind.

Rund 25 Prozent der Bewohner des Heims gelten als rüstig - das ist deutlich über dem Schnitt in den Altenheimen im Landkreis, der laut Gottschalk bei 12 Prozent liegt. Ab 1. September werden im Elisabethenheim 14 Auszubildende einen Beruf lernen. Fünf mehr als bisher. Damit will Gottschalk die Personaldecke für die kommenden Jahre sichern. "Der Markt ist leer gefegt", sagte er.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8668)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.