"Henker, Gauner, Besenstiel": Premiere für neue Stadtführung - In den Archiven recherchiert und ...
Gestohlene Devotionalien als Hehlerware

Lokales
Schwandorf
16.04.2015
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Wie haben die Bürger im Mittelalter gelebt? Das wollte Gästeführerin Veronika Zechmann genauer wissen und hat im Stadtarchiv recherchiert. Am Ende hatte sie genügend Stoff beisammen für ein "Drehbuch". Am Sonntag war Premiere für die neue Stadtführung "Tatort Schwandorf - Henker, Gauner, Besenstiel".

Die über zweistündige Führung beginnt mit einem heftigen Streit. Zwei Pfründnerinnen, Bewohnerinnen im Bürgerspital, beschuldigen sich gegenseitig des Diebstahls. "Langfinger erhielten im Mittelalter drakonische Strafen", erklärte Veronika Zechmann. Und schon nähert sich ein Ganove und bietet den Umstehenden gestohlene Devotionalien an. Es gelingt ihm gerade noch die Flucht vor dem Hüter des Gesetzes. Die Gästeführerin erinnert an die Tradition der Jahrmärkte, die sich bis heute erhalten habe. Die Fierantentreffen hatten im Mittelalter aber eine weitaus größere Bedeutung. "Da kamen die Leute bis aus Nürnberg nach Schwandorf", hat sich Veronika Zechmann informiert.

Vom Marktplatz geht es zur historischen Stadtmauer und weiter zu den Felsenkellern, wo die Teilnehmer zu einer Bierprobe eingeladen sind. Die Führung endet bei der Apothekerin Anja Heinz, die in der schönen Umgebung ihres Blumenladens einen Einblick in die heilende Wirkung heimischer Kräuter gewährt und dazu Tee und Gebäck reicht. Stadt und Theaterbühne rufen mit der Führung "Tatort Schwandorf" lustige, aber auch grausame und kuriose Ereignisse in Erinnerung. Weitere Vorstellungen werden am 13. und 14. Mai geboten. Karten zum Preis von 16 Euro gibt es im Tourismusbüro. Dort ist jeweils um 17 Uhr auch Treffpunkt für die Teilnehmer.
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