Hilfe bei Bränden und Erdbeben

Ortsbeauftragter Martin Liebl (links) zeichnete langjährige Aktive der THW-Ortsgruppe Schwandorf aus. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
11.12.2015
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In dieser Woche beginnen die Helfer des "Technischen Hilfswerkes" mit dem Ausbau der Notunterkunft für Flüchtlinge in der leerstehenden Meiller-Halle im Stadtsüden. Das kündigte Ortsbeauftragter Martin Liebl bei der Jahresabschlussfeier in der THW-Unterkunft an.

Auch beim Bettenaufbau in Burglengenfeld und Wackersdorf sei die Ortsgruppe im Einsatz gewesen. Die Helfer leisteten in diesem Jahr 19 750 ehrenamtliche Stunden. Die Einsätze reichten von Großbränden über technische Hilfeleistungen bei schweren Verkehrsunfällen bis hin zum Aufbau von Flüchtlingsunterkünften. Martin Liebl selbst war beim Erdbeben in Nepal, beim Ausbruch der Ebola in Ghana, beim Hochwasser in Bosnien-Herzegowina und beim Zusammenbruch des Stromnetzes in Slowenien vor Ort.

250 Millionen Euro fehlen

Trotz vieler Einsätze und Übungen sei die Pflege der Kameradschaft nicht zu kurz gekommen, so der Ortsbeauftragte. Auf dem Gelände habe der Ortsverband wieder einige Projekte begonnen: Erneuerung des Garagendaches, Ausbau eines Führungs-Containers und die Umrüstung eines Baggers. Martin Liebl appellierte an die politischen Entscheidungsträger, die Finanzausstattung zu erhöhen. Derzeit würden dem THW rund 250 Millionen Euro fehlen.

Es müsse mehr geschehen, "sonst fahren wir das THW sehenden Auges an die Wand", stellte der Ortsbeauftragte fest. Er kritisierte auch die Zahlungsmoral von Versicherungskonzernen, wenn es um die Erstattung von Einsatzkosten gehe.

Sein Dank galt der THW-Helfervereinigung mit dem Vorsitzenden Andreas Feller, ohne deren Unterstützung die eine oder andere Neuanschaffung oder kameradschaftliche Veranstaltung nicht möglich gewesen wären. Man habe unter anderem einen Bootstrailer, einen Sortiergreifer für den Bagger und Tagesdienstkleidung anschaffen können. Mit Mitteln des Bundes habe der Ortsverband digitale Handfunkgeräte, neues Werkzeug und Rauchgas-Atemluftfilter für Brandeinsätze gekauft.

Jugendbetreuer Markus Lederer leitet die Nachwuchsgruppe (23 Mitglieder), von denen heuer fünf die Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Lederer erinnerte an die Teilnahme an den "Murner-See-Games" und am Seifenkisten-Derby. Matthias Karl von der THW-Geschäftsstelle lobte die "uneigennützige Einsatzbereitschaft". Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch dankte vor allem für den Einsatz zur Betreuung der Flüchtlinge. Die meisten Einsatzstunden leisteten Andreas Fleischmann (1108), Paul Altendorfner (932), Markus Lederer (854), Christian Sperl (789), Alexander Würsching (695), David Würsching (658), Florian Rothauscher (613), Tobias Prüfling (510), Thomas Ries (414) und Arno Wifling (413).

Helferzeichen in Gold

Für zehn Jahre aktive Mitarbeit wurden Benedikt Hack, Andreas Stangl und Thomas Wagner geehrt. 25 Jahre sind Alexander Gietl, Stefan Gruber, Axel Kagerer und Thomas Meier aktiv. 30 Jahre: Markus Herrndobler und Robert Zenger. 40 Jahre: Johann Westiner. Das Helferzeichen in Gold erhielten Andras Rückerl und Wolfgang Schaumberger. "Gold mit Kranz" gab es für Elisabeth Altendorfner und Thomas Ries.
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