Hilfe bei brisanten Fragen

Die Mitarbeiter der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle Schwandorf zeigt unser Foto zusammen mit Vertretern des Trägers. Mit von der Partie waren (von links) Roland Woog, Ilona Gietl-Pielmeier, Michael Eibl, Robert Gruber, Franz Klarner, Daniela Groß, Christine Hirmer und Doris Sporrer. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
05.03.2015
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Probleme in der Familie und bei der Kindererziehung, Mobbing und sexueller Missbrauch: Die Themenpalette der Erziehungsberatung ist breitgefächert. Und die Arbeit wird auch im Jubiläumsjahr nicht weniger.

Mit einer Bilderausstellung, einer Vortragsreihe und einem Unterhaltungsnachmittag mit einem Märchenerzähler feiert die Erziehungsberatungsstelle Schwandorf ihr 40-jähriges Bestehen. "Wir wollen nicht zurück-, sondern nach vorne blicken", betonte Leiter Franz Klarner bei der Programmvorstellung gestern in den Räumen der Sparkasse. Dort ist seit vier Wochen die Ausstellung "Kinder und Kids - Kindheit gestern und heute" zu sehen.

Die Mitarbeiter der Erziehungsberatungsstelle mit Sitz in Schwandorf sowie den Filialen in Nabburg und Oberviechtach kümmern sich im Jahr durchschnittlich um 400 Fälle. Dabei geht es um Probleme in der Familie und der Kindererziehung vor allem nach einer Scheidung, um Mobbing, Drogen und sexuellen Missbrauch. "Wir müssen auf die Veränderungen in der Gesellschaft reagieren", beschreibt Diplom-Psychologe Franz Klarner die ständig neuen Herausforderungen. Hilfesuchende bekommen innerhalb von vier Wochen einen Termin. Für dringende Fälle hat die Beratungsstelle eine Telefon-Hotline (09431/99 7 10) eingerichtet, die jeden Mittwoch von 11 bis 13 Uhr und jeden Freitag von 8.30 bis 9.30 Uhr besetzt ist. Den Anrufer erwartet die Diplom-Sozialpädagogin Ilona Gietl-Pielmeier. Seit der Gründung des Arbeitskreises "Sexueller Missbrauch" im Jahre 1993 gehört Diplom-Psychologin und Familientherapeutin Daniela Groß dem Netzwerk an.

Erstes Büro vor 60 Jahren

Neu ist die Beratung zur Frühförderung von unter Dreijährigen, die Diplom-Sozialpädagogin (FH) Christine Hirmer und Diplom-Psychologin Doris Sporrer übernehmen. Die Beratungsstelle reagiert auch auf die zunehmenden Scheidungsfälle und bietet den Betroffenen einen "Kurs für Eltern in Trennung" an. Der nächste beginnt am 18. April um 16.30 Uhr in den Räumen der Beratungsstelle in der Höflinger Straße 11. Träger der insgesamt zehn Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen in der Oberpfalz ist die katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg. Das erste Büro öffnete bereits von 60 Jahren in Regensburg. "Wir haben die Einrichtungen nach und nach modernisiert und qualifiziertes Personal angestellt", gibt KJF-Direktor Michael Eibl zu verstehen.

Neun Vorträge

Neben der Heimunterbringung habe der Dachverband nach und nach auch die ambulante Betreuung von Kindern und Familien in Form von Beratungsstellen aufgebaut. Mit zehn Haupt- und ebenso vielen Zweigstellen decke die katholische Jugendfürsorge die gesamte Diözese ab. Der Träger legt einen jährlichen Etat von 850 000 Euro für das gesamte Netz- werk auf. 80 Prozent davon bekommt der Verband als staatliche Förderung, 20 Prozent trägt er mit Eigenmitteln.

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule bietet die Beratungsstelle Schwandorf im Jubiläumsjahr neun Vorträge zu Erziehungsthemen an, bei denen es um Schlafstörungen bei Kindern, Geschwisterkonflikte, Probleme bei Trennung der Eltern, Sexualerziehung und "Grenzen setzen" geht. "Im Laufe des Jahres soll auch unsere Homepage bunter und moderner werden", kündigte Franz Klarner an.

Am 16. Oktober um 15 Uhr tritt im Haus des Guten Hirten der Märchenerzähler Oliver Machander auf. Die Adressatengruppe sind hier Kinder von drei bis neun Jahren.
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