Hin und Her statt Zickzack

Die Direktoren Manfred Merl (links) und Maximilian Zepf (rechts) hießen Ministerpräsident Horst Seehofer alias Wolfgang Krebs in der Oberpfalzhalle willkommen. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
12.11.2014
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"Trockene Fachvorträge waren gestern, heute machen wir Infotainment". Mit dieser Ankündigung hieß Direktor Maximilian Zepf am Montagabend die 500 Zuhörer in der Oberpfalzhalle willkommen. Die Inhalte waren allerdings "die alten".

Bei der Kundenveranstaltung der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau ging es um die klassische Altersvorsorge und um die Absicherung der Lebensrisiken. Unterhaltsam verpackt von den Kabarettisten Wolfgang Krebs, Ernst Biedermann und Jan Schmidt.

Verwandte beschäftigen

Wer überhaupt noch nicht an seine Rente denkt, ist Ministerpräsident Horst Seehofer. Sein Double Wolfgang Krebs begrüßte die Zuhörer mit "Liebe CSU-Wähler, liebe Nichtbayern". Im Vergleich zu seiner folgenden Ansprache sei das "Alte Testament" ein Liebesroman. "Ein CSU-Abgeordneter muss sich täglich über meinen Standpunkt informieren", so das Landesvater. Um das zu schaffen, "muss er zwangsläufig seine Frau oder andere Verwandte beschäftigen". Ein dauerndes Hin und Her sei ihm schließlich lieber als ein "ewiger Zickzackkurs".

Der "Ministerpräsident" lobte die Fortbildungswilligkeit der Bank-Mitarbeiter und beneidete die 30 000 Kunden der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau ob deren individuellen Betreuung, "die alternativlos ist im Landkreis". Kurzzeitig ließ Horst Seehofer seinen Vorgänger Günther Beckstein zu Wort kommen. Der säuselte ins Mikrofon: "Jetzt ist meine Marga der Chef, und ich bin in der Opposition". Mit Spannung erwarteten die Zuschauer den Auftritt von Edmund Stoiber. Der "Ministerpräsident des ehemaligen Bayern" ist in Brüssel immer noch mit dem "Abbau der Demokratie" beschäftigt und entwickelte einen Sinn für Humor, "den man mir auf den ersten Blick überhaupt nicht anvertraut".

Lücke schließen

Die Vorsorgeexperten Biedermann & Schmidt blendeten gleich einmal einen Großteil der Zuhörerschaft aus. "Wer von Ihnen 63 und älter ist, hat es bereits geschafft", erklärten die beiden Schauspieler. Deren Rente sei (noch) sicher. Im Gegensatz zu den Jüngeren, die nicht nur eine Familie gründen, ein Eigenheim bauen und die Freizeit genießen, sondern auch noch für ihr Alter vorsorgen sollen. Die Lücke lasse sich durch eine betriebliche Rente und private Anlageformen schließen, am besten beides in Kombination. Die Besucher waren an diesem Abend Gäste der Raiffeisenbank, wurden allerdings um eine Spende für die "Schwandorfer Tafel" gebeten.
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