IHK näher bei den Unternehmen

Hubert Döpfer, Manfred Sax, Julia Weigl und Richard Brunner sind derzeit auf der Suche nach Räumen für die neue IHK-Geschäftsstelle in Schwandorf. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
21.10.2014
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Die Industrie- und Handelskammer für die Oberpfalz ist auf der Suche nach geeigneten Räumen für eine Geschäftsstelle in der Schwandorfer Innenstadt. "Wir wollen die Entwicklung im Landkreis intensiver begleiten", begründet der Vorsitzende des IHK-Gremiums, Hubert Döpfer, die Initiative. Die Leitung des Büros wird Richard Brunner übernehmen.

Die Pläne haben die IHK-Vollversammlung und der Vorstand bereits abgesegnet. Im Laufe des nächsten Jahres wird der Verband eine Anlaufstelle für Unternehmen mit zunächst zwei Angestellten schaffen. Die berufsständische Körperschaft reagiert damit auf "die zunehmende Internationalisierung des Landkreises". Von Jahr zu Jahr würden die Exporte aus dem Kreis Schwandorf zunehmen, zuletzt um 6,6 Prozent, versicherte Geschäftsführer Richard Brunner. Im Landkreis seien 16 000 Arbeitsplätze dem verarbeitenden Gewerbe zuzuordnen. 480 Schulabgänger haben im September mit einer Ausbildung in Industrie oder Gewerbe begonnen, 53 mehr als im Jahr zuvor.

Beim jüngsten Zusammentreffen thematisierten die Mitglieder des 30-köpfigen IHK-Gremiums auch die Exporte in die Ukraine und nach Russland und konnten Entwarnung geben. "Die Auswirkungen der Krise sind weit weniger dramatisch als befürchtet", gab Vorsitzender Hubert Döpfer bekannt. Die meisten Unternehmen hätten sich andere Abnehmer gesucht und die Ausfälle kompensieren können.

Delle in der Konjunktur

Die Gremiumsmitglieder diskutierten auch "das Luxusproblem der Vollbeschäftigung im Städtedreieck". Wenn sich ein Handelskonzern wie Edeka im interkommunalen Gewerbegebiet ansiedeln wolle und der Bürger darauf mit Protesten reagiere, dann stoße dies in Unternehmerkreisen auf Unverständnis, so Hubert Döpfer. Vor allem gelte das in einer Zeit des konjunkturellen Abschwungs. Tatsächlich scheine die Konjunktur auch im Landkreis Schwandorf zu stocken, stellten die Gremiumsmitglieder bei einer internen Umfrage fest. "Immer mehr Firmen handeln vergleichsweise verhalten", machte der Händler für Werkzeuge und Maschinen, Manfred Sax, deutlich. Auch Bauunternehmerin Claudia Donhauser spürt mit Blick auf die Auftragsbücher im Industriebau einen Rückgang: "Die Anfragen werden seltener".
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