Imker melden für 2014 unterdurchschnittlichen Ertrag
Kühler Sommer, wenig Honig

Lokales
Schwandorf
01.04.2015
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Beim Imkerverein Schwandorf betreuen 81 Imker 421 Völker. Bei der Jahreshauptversammlung blendete der Vorsitzende Konrad Grauvogl auf die Aktivitäten des Vereins zurück. Die Neuimker-Werbung nehme in der Vereinsarbeit einen nicht unerheblichen Zeitaufwand in Anspruch, so Grauvogl.

In seinem Rechenschaftsbericht ließ der Vorsitzende das Vereinsjahr nochmals Revue passieren. Er erinnerte an die neun Schulungsveranstaltungen mit Gastreferenten und internen Referenten. So wurden die Mitglieder von externen Referenten über das ökologisches imkern, den Wachskreislauf, die Ablegerbildung, die Varroabekämpfung und das richtige Einwintern der Völker, die Honigernte und Vermarktung, sowie die Hygiene und Desinfektion informiert. Zuchtwart Hans Kagerer und das Mitglied Josef Mühlbauer betreuten die Jungimker das Jahr über und hielten die Anfängerkurse ab.

Ein großer Erfolg war das Imkerfest, verbunden mit einem "Tag der offenen Tür". Trotz des regnerischen Wetters kamen viele Besucher. "Besonders der Bienenschaukasten und unser Bienenstand waren Magnete", führte Konrad Grauvogl aus.

Das Wetter war für die Imker und ihre Völker im vergangenen Jahr nicht ideal. Der Völkerverlust im Winter 2013/14 war zwar gering und mit der Frühjahrstracht waren die Imker noch zufrieden. "Leider blieb die Sommertracht oftmals aus, so dass das Honigjahr 2014 einen unterdurchschnittlich Ertrag brachte, obwohl es sehr arbeitsintensiv war", sagte Grauvogl.

Über mehr Verluste klagen die Imker nach dem Winter 2014/15. Die Varroamilbe habe bei einigen Imkern erhebliche Schäden hinterlassen. Gegenüber dem Vorjahr wurden 50 Völker weniger gezählt. Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte Grauvogl den Mitgliedern für die geleistete Grundstückspflege in Schwandorf und Hillstett und für die Holzarbeit.

Der Verein wird auch in diesem Jahr wieder einen Kurs für Neuimker anbieten. "Wer mit Honigbienen arbeitet, der bekommt einen Einblick in die komplexe Welt der Naturkreisläufe", mit diesem Slogan wirbt der Verein um neue Imker. Außerdem sei die Imkerei eine äußerst sinnvolle Freizeitbeschäftigung dar, sagte der Vorsitzende. Interessierte, die sich der Freizeitimkerei widmen wollen, werden von erfahrenen Imkern über zwei Jahre betreut. Bei diversen Theorie- und Praxiskursen können die Neuimker ihr Wissen um die Bienenzucht vertiefen. Der Kurs-Start wird bekannt gegeben. Kreiszuchtwart Johann wird dabei in die Imkerei einführen. Die weiteren Ausbildungsmaßnahmen finden immer im Bienenheim Schwandorf statt.
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