In den Tiefen des Müllbunkers

Lokales
Schwandorf
03.08.2015
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Die größte in Deutschland verfügbare Hebebühne musste her, dazu weitere schwere Maschinen: Am Wochenende begannen sie Sanierungsarbeiten an den Müllbunkern am Kraftwerk.

Über 30 Jahre Betrieb haben Spuren hinterlassen: An der Innenseite der Müllbunker-Wand beim Müllkraftwerk in Dachelhofen sind daher derzeit größere Maßnahmen zur Betonsanierung nötig. Dazu mussten auf dem Kraftwerksgelände auch schwere Geräte wie Autokräne, Hebebühnen, Betonspritzgerät oder Höchstdruckwasserstrahler anrücken. Das teilte der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) mit.

Der für die Instandhaltung zuständige Projektleiter Josef Drexler hat mit seinem Team die Arbeiten, die überwiegend an Wochenenden jeweils samstags und sonntags und zum Teil auch nachts laufen müssen, geplant und vorbereitet.

Die größte auf dem deutschen Markt derzeit verfügbare Hebebühne musste geordert werden, um die aufwendigen Arbeiten an der Müllbunker-Wand vornehmen zu können. Der im Laufe der Jahrzehnte unzählige Male an die Bunkerwand schlagende Müllgreifer hat die Substanz der Wand beschädigt. Deshalb musste nun zur Vermeidung weiterer, größerer Schäden gehandelt werden. Mit mehr als 2000 bar Druck wurden zunächst lose Betonteile von der Wand wassergestrahlt. Von der Hebebühne aus wurde dann neue Reparaturmasse aufgebracht. Schließlich wird in einem weiteren Schritt zum Schutz der sanierten Wand mit Autokränen eine sieben Tonnen schwere Wand aus Eichenschwellen vor die Betonmauer gesetzt. Die Sanierungsarbeiten können nur am Wochenende und in der Nacht vorgenommen werden, da in dieser Zeit keine Waggon- und Straßenentladung stattfindet, außerdem musste bei der zeitlichen Taktung darauf geachtet werden, dass relativ wenig Müll im Bunker ist.

Bei einer Instandsetzung während der Woche hätte der Bunker für etwa zwei Wochen ganz gesperrt und damit der Kraftwerksbetrieb komplett abgestellt werden müssen. Damit wäre die Müllentsorgung im ZMS-Verbandsgebiet nicht mehr gewährleistet gewesen.

Die Sanierungsmaßnahmen und deren Ablauf wurden bereits im Vorfeld mit der Gewerbeaufsicht bei der Regierung der Oberpfalz abgestimmt. Vorsorge getroffen hat auch die Werkfeuerwehr. Die an der Müllbunkersanierung beteiligten Firmen kommen überwiegend aus der Region.
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