In der Ausbildung weit vorne

BRK- und Wasserwachtsführung ehrten verdiente Aktive und überreichten Ernennungsurkunden. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
13.11.2014
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Sie sind zur Stelle, nicht nur bei Hochwasser oder anderen großen Schadensereignissen. Die Retter der Wasserwacht haben ein Aufgabenfeld, das stetes Training und Weiterbildung erfordert. Besonders erfreulich: Auch der Nachwuchs engagiert sich.

Mit seinen knapp 5000 Mitgliedern in 15 Ortsverbänden ist der Kreisverband der Wasserwacht der stärkste in der Oberpfalz und einer der größten in Bayern. "Auch in der Ausbildung liegen wir landesweit mit an der Spitze", stellte Abteilungsleiter Max Fröhler (Nabburg) bei der Hauptversammlung am Mittwoch im Rot-Kreuz-Haus fest.

Nach den Hochwassereinsätzen 2013 war es für die Aktiven heuer "ein normales Jahr". Schwerpunkt war die Ersatzbeschaffung der Materialien, die nach den Einsätzen in den Hochwassergebieten nicht mehr zu gebrauchen waren. Spartenleiter Max Fröhler dankte dem Kreisverband für die Vorfinanzierung der Kosten, die die Wasserwacht aber mittlerweile erstattet bekommen habe.

In den Krisenstäben

Stellvertretender technischer Leiter Dietmar Jakob stellte fest: "Seit dem Hochwasser ist das Ansehen der Wasserwacht in der Öffentlichkeit erheblich gestiegen". Die Entscheidungsträger im Katastrophenschutz räumten den Wasserrettern mittlerweile einen Platz in den Krisenstäben ein. Zweiter Abteilungsleiter Wolfgang Dantl kann auf 86 Schwimmausbilder (plus 14) zurückgreifen und kündigte für 2015 eine Fortbildung in "Aquafitness" an. 70 Aktive besitzen den Lehrschein "Rettungsschwimmen".

Medizinischer Leiter Philipp Wolf kümmert sich um die Fitness der 60 Taucher, die im vergangenen Jahr fast 10 000 Tauchgänge absolviert haben. Für den heutigen Freitag kündigte er in Schwarzenfeld einen neuen Tauchkurs an. Jugendleiterin Simone Bösl ist das Sprachrohr für die über 1000 Kinder und Jugendlichen im Kreisverband und hält den Nachwuchs mit Freizeitaktivitäten und Wettbewerben bei Laune.

Für den BRK-Kreisvorsitzenden Volker Liedtke "schlägt der gute Ruf der Wasserwacht auch auf den Kreisverband des Roten Kreuzes durch". Und stellvertretender Landrat Jakob Scharf gratulierte der Rot-Kreuz-Gemeinschaft zu deren führenden Position in Bayern. Stellvertretender WW-Bezirksvorsitzender Reinhard Hösl erinnerte die Aktiven an ihre Wurzeln, nämlich den Kindern das Schwimmen beizubringen und damit gegen den Ertrinkungstod anzukämpfen. "Dieser Verantwortung müssen wir uns wieder stärker stellen", forderte der frühere Abteilungsleiter der Kreiswasserwacht.

Medaillen und Urkunden

Simone Bösl, Christian Blend (beide Neunburg vorm Wald), Matthias Obermeier (Saltendorf) und Alois Jobst (Maxhütte-Haidhof) bekamen für ihre Verdienste die Wasserwachtsmedaille in Bronze überreicht.

Abteilungsleiter Max Fröhler händigte Stefan Dirnberger (Neunburg vorm Wald) die Ernennungsurkunde "Einsatzleiter Wasserrettung" aus. Die Prüfung zum Signalgeber in der Wasserrettung legten Nicole Roth und Michael Althus (beide Bodenwöhr) erfolgreich ab.
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