In der Krippe gut aufgehoben

Lokales
Schwandorf
03.07.2015
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Die Millionen-Summe der Stadt wurde sinnvoll investiert. In der neuen Kinderkrippe herrscht reger Betrieb. Nun bekamen die Kleinen und ihre Betreuerinnen Besuch.

"Ich bin beeindruckt", sagte Fraktionssprecher Franz Schindler beim Rundgang. Gemeinsam mit den SPD-Stadtratskollegen besichtigte er am Mittwoch die neue Kinderkrippe "Stadtzwerge" in der Kirchengasse. Dort sind 24 Plätze zur Betreuung von unter Dreijährigen entstanden.

Nachmittags noch Plätze

Die Kosten für die Einrichtung belaufen sich mittlerweile auf 1,8 Millionen Euro. "Das Geld ist gut angelegt", waren sich die SPD-Stadträte einig. Das ehemalige Ott-Haus wurde abgerissen und neu aufgebaut, das Mesner-Haus saniert. Die Eltern-Kind-Initiative (EKI) übernahm die Trägerschaft und stellte fünf Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen ein. "Im September kommen eine weitere Mitarbeiterin und eine Praktikantin dazu", kündigte EKI-Vorsitzende Ingrid Hirsch an.

Leiterin der Einrichtung ist Andrea Müller. Sie führte die Gäste durch die Spiel-, Schlaf- und Aufenthaltsräume auf zwei Stockwerken. Momentan verteilen sich 28 Kinder zwischen einem Jahr und drei Jahren auf zwei Gruppen. "Vormittags sind wir ausgebucht, nachmittags sind noch Plätze frei", erklärt Andrea Müller. Viele Migrantenkinder befinden sich darunter, eines stammt aus einer Asylbewerber-Familie.

Die Mindestbelegung beträgt 15 Stunden pro Woche. Das kostet 95 Euro. Die Kosten können bis 275 Euro steigen, wenn das Kind täglich von 7 bis 17.30 Uhr in der Krippe bleibt. Das Mittagessen kommt aus der Küche des Elisabethenheims. Jedes Kind hat sein eigenes Bett für die Ruhezeiten. Die Erzieherinnen wollen den Forschergeist der Kinder fördern und bieten Tage des Wassers, der Musik und des Sports an. Regelmäßig gibt es in der Krippe auch ein gesundes Frühstück.

Die Mädchen und Buben stammen aus der näheren Umgebung, vereinzelt auch von auswärts. Beschwerden wegen der Anfahrt habe es noch nicht gegeben, sagt Leiterin Andrea Müller. Seit die Stadt die Kirchengasse zur Fußgängerzone erklärt hat, fahren die Eltern ins Parkhaus und gehen herüber. Mittlerweile sind auch die Außenanlagen fertig. Ein Lattenzaun lockert die Mauerwand auf. Leiterin Andrea Müller wünscht sich zum Schutz vor Sonneneinstrahlung noch ein Segel. Die Einweihung erfolgt im September. Sie will AWO-Kreisvorsitzende Ulrike Roidl mit einem Familienfest verbinden.
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