Infoveranstaltung für Betriebs- und Personalräte mit wichtigen Hinweisen - Forderung nach ...
Personalpolitik familienfreundlich ausrichten

Lokales
Schwandorf
22.10.2014
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Gewandeltes Familienbild, verändertes Freizeitverhalten, Vereinbarung von Erwerbs- und Privatleben, Fachkräftemangel: Es gibt gute Gründe für die Unternehmen, auf die Wünsche ihrer Mitarbeiter einzugehen. "Da hat sich in den letzten Jahren auch schon viel getan", betonte Dorothea Seitz-Dobler bei einer Informationsveranstaltung für Betriebs- und Personalräte am Dienstag in den Räumen der Arbeitsagentur.

Die Agenturbeauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt zeigte den 35 Firmenvertretern mögliche Handlungsfelder familienorientierter Personalpolitik auf: Flexible Arbeitszeiten, Freistellung bei familiären Engpässen, Telearbeitsplätze für zu Hause, Teilzeitangebote, Hilfestellung bei der Rückkehr nach der Elternzeit und Unterstützung der Mitarbeiter über den Arbeitsplatz hinaus. Bei der gemeinsamen Veranstaltung von Arbeitsagentur und "Lokalem Bündnis für Familie im Landkreis Schwandorf" sah Verdi-Geschäftsführer Alexander Gröbner in den Betriebs- und Personalräten "wichtige Akteure einer familienbewussten Personalpolitik". Für die Gewerkschaften sei dies ein Kernthema. Gröbner erkennt zwar gute Ansätze, gleichzeitig aber noch erheblichen Nachholbedarf. Der Gewerkschaftsvertreter erwartet vom Gesetzgeber eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, unter denen sich Familie, Freizeit und Beruf besser vereinbaren ließen.

Neue Herausforderungen

Bernhard Mrasek ist Personalratsvorsitzender der Sparkasse Amberg-Sulzbach und sieht in einer familienfreundlichen Personalpolitik ein Dauerthema. Gerade in einer Zeit des drohenden Fachkräftemangels müssten die Unternehmen auf die neuen Herausforderungen reagieren und sich Beschäftigungsmodelle überlegen, "mit denen beide Seiten leben können". Die Sparkasse sei darum sehr bemüht und setze die Mitarbeiter möglichst wohnortnah ein. Für den Personalratsvorsitzenden der AOK Amberg, Thomas Hermann, ist eine arbeitnehmerfreundliche Personalpolitik ein wichtiger Standortfaktor. Die Krankenkasse sei flächendeckend vertreten und müsse zwangsläufig auf den gesellschaftlichen Wandel reagieren. Das erwartet auch der für das operative Geschäft zuständige Agentur-Leiter Michael Vontra von den Unternehmen. Mit zufriedenen und motivierten Mitarbeitern ließen sich die Firmenziele schneller erreichen.
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