"Initiative" bei Tagung der Schweinehalter vorgestellt
Das "Tierwohl" deutlich verbessern

Lokales
Schwandorf
28.02.2015
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Erstmalig in Deutschland setzen sich Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel gemeinsam für eine tiergerechtere und nachhaltigere Fleischerzeugung ein. Unter dem Motto "Gemeinsam verantwortlich handeln" verpflichtet sich das Aktionsbündnis in der "Initiative Tierwohl" dazu, sich in der gesamten Wertschöpfungskette für Schweinefleisch und Geflügel einer Selbstkontrolle zu unterziehen. "Dies soll eine kontinuierliche Verbesserung der Tierhaltung und Tiergesundheit bewirken", nennt Chris Hoffmann als Ziel.

Der Vertreter der "Landwirtschaftlichen Qualitätssicherung Bayern GmbH" erläuterte bei einer Informationsveranstaltung für Schweinehalter am Donnerstag im Tierzuchtzentrum die Einzelheiten der Initiative, die die Bedingungen für Schweine und Geflügel verbessern und den Tierschutz durch regelmäßige Kontrollen transparenter machen soll. "Mit dieser Initiative geben wir ein klares Bekenntnis zu mehr Nachhaltigkeit und Verantwortung in der Fleischproduktion ab ", betonte der Referent bei der sehr gut besuchten Veranstaltung des Fachzentrums für Schweinezucht am Landwirtschaftsamt.

Finanzierung über Fonds

Für die konkrete Umsetzung habe die "Initiative Tierwohl" messbare Tierwohlkriterien definiert, die in enger Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Tierschutz entwickelt worden seien. "Diese Kriterien gehen nicht nur deutlich über die gesetzlichen Regelungen hinaus, sondern stellen auch eine Erweiterung der in Deutschland anerkannten Qualitätssicherungssysteme dar", betonte Hoffmann in seinem Vortrag. Jeder an der Initiative teilnehmende Züchter müsse einen definierten Katalog von Grundanforderungen einhalten, der Maßnahmen zur tierschutzgerechten Haltung, Hygiene und Tiergesundheit beinhalte.

Übergreifend seien sich die Bündnispartner einig, "dass sie einen bislang einzigartigen Wandlungsprozess angestoßen haben". Tierschutz und Tierwohl seien gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Wahrnehmbare Veränderungen könnten allerdings nur dann erreicht werden, "wenn sich möglichst viele Akteure, vom Produzenten über den Vermarkter bis zum Verbraucher daran beteiligen", machte Hoffmann deutlich. Zur Finanzierung der Maßnahme zahlen alle Beteiligten in einen Fonds ein.
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