Innungen der Friseure und der Maler und Lackierer sprechen Lehrlinge frei - "Spätzünder" wird ...
Gesellenbrief als erster Schritt

Obermeister Bernhard Dräxler (rechts) und Prüfungsvorsitzende Annemie Koch (Mitte) zeichneten die Prüfungsbeste der Friseurinnung, Christina Bauer (links), besonders aus. Bilder: rid(2)
Lokales
Schwandorf
18.09.2015
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83 von 100 möglichen Punkten. Damit war Christina Bauer (Burglengenfeld) in diesem Jahr die Prüfungsbeste der Friseurinnung Schwandorf. Obermeister Bernhard Dräxler und Prüfungsvorsitzende Annemie Koch ehrten sie bei der Freisprechungsfeier am Mittwoch in Charlottenhof mit Urkunde und Geschenk.

Nach ihrer Ausbildung im Friseursalon Heller in Burglengenfeld bereitet sich Christina Bauer inzwischen auf die Meisterprüfung vor. Sie möchte sich später selbstständig machen. Mit ihr bekamen am Mittwoch 14 weitere junge Damen die Zeugnisse ausgehändigt. Zwei haben die Prüfung nicht bestanden. Die Friseure feierten die Freisprechung gemeinsam mit den Malern und Lackierern der Innungen Schwandorf und Amberg. Prüfungsbester war hier Heiko Klier mit 172 von 200 möglichen Punkten und der Note zwei in Theorie und Praxis.

Der 28-jährige gebürtige Amberg ist ein "Spätzünder". Ohne Schulabschluss und nach mehreren Jobs landete er schließlich beim Kolping-Bildungswerk, das ihn schließlich in einen Malerbetrieb vermittelte. Die Ausbildungsvergütung übernahm die Arbeitsagentur.

Auch dort brach Heiko Klier zunächst die Lehre ab und suchte sich mit Edmund Knüttel in Amberg einen neuen Lehrherrn. "Das muss ich jetzt durchziehen", nahm sich Heiko Klier vor. Vor allem deshalb, weil er kurz vor der Hochzeit steht und Vater geworden ist. Welche Potenziale in ihm stecken, bewies Heiko Klier dann bei der Prüfung, die er mit jeweils der Note "zwei" in Theorie und Praxis abschloss und damit Bester unter 18 Absolventen war. Vier von ihnen haben die Prüfung nicht bestanden. Von den vier Bauten- und Objektbeschichtern, die zur Prüfung antraten, sind zwei durchgefallen.

"Ihr werdet dringend gebraucht", sagte der Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Schwandorf zu den Absolventen. Sein Appell an die Jugendlichen: "Bleibt dem Handwerk treu und verlauft euch nicht unter Wert!" Auch Kreishandwerksmeister Christian Glaab, stellvertretender Landrat Jakob Scharf und dritte Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf bescheinigten den Absolventen beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der Obermeister der Friseurinnung, Bernhard Dräxler wandte sich an die freigesprochenen Lehrlinge und sagte: "Nur wenn Sie selbst von Ihrem Handwerk überzeugt sind, können Sie auch die Kunden begeistern".
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