Irene Duscher und ihre Italienfreunde planen regelmäßige Reisen in den Süden
"Capo di gruppo"

Lokales
Schwandorf
05.12.2015
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"Ich bin total italophil", gibt Irene Duscher sofort zu. "Mein Leben lang fahre ich schon nach Italien", erzählt sie. Ihre Erfahrungen gibt sie gerne weiter, am liebsten auf Reisen. Duschers organisatorisches Talent und ihr Wissen um Land und Leute kommt auch den Italienfreunden zu gute.

Diese Gruppe beschreibt sie als losen Zusammenschluss von Menschen, die Italien lieben und das Land mit Irene Duscher bereisen wollen. Es gibt einen Kern, oft kommen jedoch Neue hinzu. Junge und alte Menschen aus allen Berufsgruppen treffen sich am ersten Sonntag jeden Monats. Dabei geht meist um ein bestimmtes Thema aus Kultur, und Geschichte. Mehrmals betont sie, dass bei den "amici del'italiani" jeder willkommen ist, der Gruppenreisen mag, tolerant und anpassungsfähig ist.

Eine Freundin brachte Irene Duscher, die das Tourismusbüro der Stadt Schwandorf leitet, vor etwa 15 Jahren auf die Idee, für einen kleinen Freundeskreis eine Reise nach Italien zu organisieren. "Plötzlich waren in Bus voller Freunde und Kollegen da", erinnert sie sich. Nach Veneto hat sie Duscher damals geführt, Verona, Venedig und der Gardasee standen auf dem Programm. Da hatte sie noch keine große Erfahrung, wie man mit einer Gruppe reist.

"Seitdem hat sich das entwickelt, dass jedes Jahr eine Busreise stattfindet", so die Schwandorferin. Mit einem Bus unterwegs zu sein, das fördert die Gemeinschaft, findet sie. Zu Beginn einer Fahrt "gibt es ein opulentes Frühstücksbuffet" mit Sekt, spätestens da bricht für Neulinge auch der Bann. Meistens gibt es dann noch eine Flugreise, im Juno ging's an die Amalfiküste, im September ins Piemont.

Auch in den Marken, in Urbino, in Friaul und in der Toskana, in Ligurien, an der Amalfi-Küste oder auf Capri hat die "capo di gruppo" ihre Gruppe schon geführt. "Ich mag gerne unbekannte Regionen entdecken", gesteht sie. Dabei will sie vermitteln, was sie an Land und Leuten schätzt.

Vor jeder Reise gibt es ein Treffen zur Vorbereitung und Einstimmung auf Italien. Sind die Urlauber zurück gekehrt, treffen sie sich immer auch für die Nachbesprechung. "Das ist besonders schön, weil sich dann alle Leute kennen", erzählt Duscher lachend. Ansonsten trifft sich die Gemeinschaft regelmäßig am ersten Sonntag im Monat.

"Die italienische Lebensweise ist mir vielleicht schon in die Wiege gelegt worden", vermutet sie. Zum ersten mal nach Italien kam sie mit ihrem Bruder und dessen Familie. Da war Irene Duscher 16 Jahre alt. "Da hab ich gemerkt, campen ist absolut nichts für mich", gibt sie zu. Die Palmen und das Meer haben es ihr schon eher angetan.
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