Jede Geburt einzigartig

Großer Bahnhof für die Kreißsaal-Besichtigung der Mädchenrealschule St. Josef: Biologie-Lehrerin Birgit Eckl (von links), Hebamme Alexandra Regner, Schulleiterin Marlies Hoffmann, Chefärztin Dr. Susanne Merl, Schülersprecherin Sandra Meyer, Fachärztin Sylvia Meyer und Hebamme Anna-Lena Gekeler begleiteten die Zehntklässlerinnen. Bild: hfz/Marion Hausmann
Lokales
Schwandorf
17.06.2015
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Wie lange dauert die Geburt? Diese Frage konnte nicht beantwortet werden, als die Abschlussklassen der Mädchenrealschule St. Josef die Kreißsäle im Krankenhaus St. Barbara besichtigten. Darüber hinaus gab es viel Wissenswertes.

Die Hebammen Alexandra Regner und Anna-Lena Gekeler gingen auf die eingangs erwähnte Frage ein. "Die" Geburt gebe es nämlich nicht, ließen sie wissen. Jede Geburt, betonten die beiden Hebammen genauso wie Sylvia Meyer, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, sei einzigartig. Selbst bei einer Frau mit mehreren Kindern verlaufe jede Geburt anders.

In Begleitung von Schulleiterin Marlies Hoffmann und Biologie-Lehrerin Birgit Eckl konnten die Schülerinnen der beiden Abschlussklassen Kreißsaal-Luft schnuppern - ein Bereich, der seine Pforten sonst nur für werdende Eltern öffnet, heißt es in der Pressemitteilung. Zu sehen gab es drei wohnlich gestaltete Entbindungsräume, die mehr an ein Hotelzimmer denn an ein Krankenhaus erinnerten. Das sei auch Absicht, erklärte Sylvia Meyer. Schließlich sei eine Schwangere ja nicht krank und solle ihr Kind in möglichst heimeliger Umgebung zur Welt bringen. Jedes Jahr würden rund 500 Kinder im Krankenhaus St. Barbara geboren. Dabei seien Chefärztin Dr. Susanne Merl und ihr Ärzteteam sowie 13 freiberufliche Hebammen im zwölf Stunden-Wechseldienst im Einsatz. Dazu zählten auch vielfältigste Mittel zur Geburtserleichterung - angefangen von einem Entspannungsbad in der Wanne über Wärme spendende Kirschkernkissen bis hin zu schmerzstillenden Medikamenten und der Periduralanästhesie (PDA). Hebamme Anna-Lena Gekeler erklärte den Realschülerinnen aber auch, dass der weibliche Körper in dieser besonderen Situation besonders viele Hormone ausschütte, die die Gebärenden den Schmerz bald wieder vergessen ließen. Und: "Der Geburtsschmerz ist der einzige Schmerz mit einer wunderbaren Belohnung im Nachhinein."
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