Josef Fenk jetzt an der Spitze - Mitglieder gesucht
Frischer Wind für Kolping

Die Kolpingsfamilie ehrte langjährige Mitglieder. Das Bild zeigt von links: Peter Müller, Stefan Duscher, Helene Oberndorfer, Helga Duscher, Thomas Jäger, Georg Tropper, Walter Scharf und Präses Hans Amann. Bilder: rid(2)
Lokales
Schwandorf
15.03.2015
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Der Kolpingsfamilie laufen die Mitglieder davon. Ihre Zahl (372) ist mittlerweile auf ein Rekordtief gesunken. Bei der Hauptversammlung am Freitag im Pfarrheim St. Jakob wählte der katholische Verband einen neuen Mann an die Spitze. Er hat konkrete Vorstellungen, wie sich der Abwärtstrend stoppen lässt.

Josef Fenk ist 59 Jahre alt und bei der Firma Meiller beschäftigt. Dort leitet er die Abteilung Qualitätsmanagement. Mit Qualität möchte er auch den Verband, dem er seit 32 Jahren angehört, wieder nach vorne bringen. Fenk ist zwar neu im Vorstand, aber nicht in den Gruppen, an deren Veranstaltungen er regelmäßig teilnimmt. Wenn sich der Vorsitzende die Altersstruktur anschaut, kommt er zu dem Schluss: "Wir brauchen dringend eine Verjüngung".

Die kirchliche Basis der Kolpingsfamilie halte aber viele junge Leute ab. "Wir müssen uns deshalb öffnen und jungen Familien ein Angebot machen, das sie anspricht", ist sich Josef Fenk bewusst. Zweiter Vorsitzender Stefan Duscher vergleicht die Kolpingsfamilie mit einer Seilschaft, "die sich gemeinsam auf den Weg macht, Hindernisse überwindet und ein Ziel vor Augen hat".

An 26 Veranstaltungen nahmen im vergangenen Jahr 528 Personen teil. Es ging um Nahtod-Erlebnisse, Patientenverfügung und religiöse Themen. Ausflüge und gesellige Treffen rundeten das Programm ab. Karl Grabinger war mit den Senioren zu Fuß und auf dem Rad unterwegs und erreichte dabei 550 Teilnehmer. Irene Duscher, Beauftragte für Projekte, unterstützt die Koordinatoren von Kolping Deutschland mit monatlich 300 Euro aus einem Sonderfonds des Vereins.

An den Sport- und Kegelabenden sowie am Nordic-Walking beteiligen sich Mitglieder zwischen 18 und 77 Jahren. Die Theatergruppe spielte zuletzt 1000 Euro für die Syrien-Hilfe ein, berichtete Leiterin Doris Wiesner. Jugendleiter Gerhard Maier hat mit den Kindern ein "Tastbild" für die Senioren im Elisabethenheim gestaltet, das bei Menschen mit Demenz Erinnerungen wecken soll.

Vorsitzender Peter Müller ist seit 40 Jahren bei Kolping und war in den letzten fünf Jahren an der Spitze. Er habe sich "beruflich verändert" und deshalb keine Zeit mehr für dieses Ehrenamt, teilte er den Mitgliedern mit. Sie wählten Josef Fenk zum Nachfolger. Zweiter Vorsitzender bleibt Stefan Duscher.
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