Jugendhilfeausschuss befürwortet zusätzliches sozialpädagogisches Fachpersonal
Nothelfer an den Schulen

Die Gerhardinger-Grundschule in Schwandorf ist eine von zwei Schulen im Landkreis, die derzeit um einen Jugendsozialarbeiter nachsuchen. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
08.12.2015
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Mit Wohlwollen reagierte der Jugendhilfeausschuss des Kreistages auf das Ansinnen von Grundschulen in Schwandorf und Maxhütte-Haidhof, die sich sozialpädagogisches Fachpersonal direkt an der Schule wünschen, damit die Lehrer mit jungen Menschen mit sozialen und erzieherischen Problemen nicht alleine sind. Der Ausschuss stellte in seiner Sitzung am Landratsamt Bedarf für jeweils eine halbe Stelle eines Jugendsozialarbeiters an der Gerhardinger-Grundschule Schwandorf und der Maximilian-Grundschule Maxhütte-Haidhof fest.

"Über das Maß hinaus"

Begründet wurden die Anträge durch die Schulen mit dem Hinweis aus "Rahmenbedingungen, die Lehrer weit über das normale Maß hinaus fordern". Zum Beispiel hat in der Schule in Schwandorf mit ihren 154 Schülern jedes dritte Kind einen Migrationshintergrund; dazu zählen auch Asylbewerber oder Kriegsflüchtlinge. Überdies würden an der Schule zunehmend verhaltensauffällige Schüler unterrichtet.

Ähnliches wurde aus Maxhütte-Haidhof berichtet, wo die Lehrer "zunehmende Probleme im familiären Umfeld der Schüler" festgestellt haben. Gut wäre, wenn ein Jugendsozialarbeiter in einem eigenen Raum für Konflikte und Probleme als Ansprechpartner dienen könnte. Diese Fachkraft könnte auch für eine psychosoziale Versorgung gefährdeter Kinder und ihrer Familien sorgen oder in die Wege leiten.
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