Keine Euphorie trotz Rekorden

Vorstand Gerhard Witzany (links) zeichnete langjährige Mitarbeiter der Nabaltec AG aus. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
07.12.2015
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Eine Umsatzsteigerung um sechs Prozent auf 150 Millionen Euro und ein Personalzuwachs um 22 auf 446 Mitarbeiter: Die Nabaltec AG schließt auch das Jahr 2015 mit Rekorden ab. "Die Luft wird aber immer dünner", dämpfte Vorstand Johannes Heckmann bei der Betriebsversammlung am Freitag die Euphorie.

Auch wenn die Kernmärkte beim halogenen Flammschutz weiter "intakt" seien, sucht Heckmann bereits nach neuen Lösungen. Er vermisst "Produkte mit starker Wertschöpfung". Deshalb will der für den technischen Bereich zuständige Vorstand die Produktentwicklung bei den Feinsthydroxiden und den "Reaktiven Tonerden" vorantreiben.

"Bekenntnis zum Standort"

Trotz zurückhaltender Prognose ist Heckmann überzeugt: "Mit unseren technischen Kernkompetenzen, unserem Qualitätsanspruch und einem exzellenten Fachpersonal bin ich der Überzeugung, dass wir unseren Weg konsequent und erfolgreich weiter gehen werden." Diese Erwartungshaltung sei auch die Grundlage für Investitionen von über 40 Millionen in den nächsten drei Jahren. Heckmann wertet das als "klares Bekenntnis zum Standort Schwandorf und zur Sicherung der Arbeitsplätze".

Auch kaufmännischer Vorstand Gerhard Witzany wandte sich an die Belegschaft mit dem Appell: "Wir müssen uns zusammenreißen, wenn wir unsere Effizienz steigern wollen." Dazu sei es notwendig, sämtliche Kosten auf den Prüfstand zu stellen und organisatorische Änderungen vorzunehmen. Er erwartet zwar keinen Abbau, dafür aber "einen effizienteren Einsatz der vorhandenen Mitarbeiter". Beim "halogenfreien Flammschutz" sei das Unternehmen Weltmarktführer. Im Bereich "Technische Keramik und keramischen Massen" bleibe der Wettbewerb weiterhin hart. Nur mit höherer Wertschöpfung werde sich die Nabaltec von den Mitbewerbern absetzen können.

Halbes Jahrhundert dabei

Betriebsratsvorsitzender Werner Mandl mahnte die Generalsanierung des "Hauptbades" an und betonte: "Ich werde von den Kollegen täglich gefragt, wann sich die Situation endlich verbessert." Sein 50-jähriges Dienstjubiläum konnte Georg Schätz feiern. Für 40-jährige Treue wurden Josef Schießl und Peter Stockerl geehrt. 30 Jahre sind dabei: Hartmut Vesenberg, Karlheinz Dietl, Johann Götz, Werner Mandl, Albert Huger, Josef Märkl, Martin Trettenbach und Markus Schmidt. 25 Jahre: Helmut Kimmerl, Dirk Brodthage, Heiko Weidel, Martin Kuhbandner, Hans-Jörg Bauer und Grzegorz Scigacz. 10 Jahre: Carsten Ihmels, Otto und Nicole Graf, Verena Götz, Andrea Künzl, Christian Meier, Irna Nickl, Karin Pollinger, Ilona Rindfleisch, Johann Winkler und Siegfried Gogl.
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