Keiner will Favorit sein

Der FC Wernberg (grün) kam gegen den SV Kemnath nicht recht auf die Beine und musste sich mit einem torlosen Remis begnügen. Jetzt wartet im Spitzenspiel der FC Rötz. Bild: bwr
Lokales
Schwandorf
19.09.2015
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Die erste Saisonniederlage des FC Rötz in Nittenau ist in der Kreisliga West noch in aller Munde. Da sich auch der FC Wernberg in der Vorwoche in Kemnath nicht gerade mit Ruhm bekleckerte, schieben sich die beiden Trainer nun gegenseitig die Favoritenrolle zu.

Zum Top-Duell der beiden punktgleichen Spitzenreiter kommt es am Rötzer Irlweiher zwischen dem heimischen FC und dem FC Wernberg. Nach dem überraschenden torlosen Remis des FC Wernberg am Kirchweih-Freitag hatte der FC Rötz die Chance, in der Tabelle Boden gutzumachen. Doch was den Fußball so schön macht, trat dann in Nittenau ein. Der TSV brachte der Wanninger-Elf die erste Saisonniederlage bei und nun kommt es zum Gipfeltreffen auf Augenhöhe.

DJK Dürnsricht       Sa. 16.00       SV Kemnath
Die DJK Dürnsricht/Wolfring hofft nach dem Trainerwechsel unter der Woche, neuen Schwung mit in die Partie gegen Kemnath nehmen zu können. Mit Christian Adler hat die DJK nun ein Eigengewächs mit frischer Trainerlizenz verpflichtet, der den Verein bestens kennt und die Kommunikation mit der Mannschaft intensivieren wird. Allerdings fehlen im Lokalderby weiterhin vier Stammspieler. Mit einer ähnlichen Bereitschaft wie in der Vorwoche beim torlosen Remis in Wernberg wird der SV Kemnath das nächste Derby in Fensterbach bestreiten. "Wer die wenigsten Fehler macht, wird als Sieger vom Platz gehen", schwört Kemnaths Trainer Florian Beinhölzl seine Mannschaft auf das Prestigeduell ein.

1. FC Rötz       So. 15.15       FC Wernberg
Ganz und gar nicht wie eine Spitzenmannschaft präsentierte sich der FC Rötz bei der jüngsten Niederlage in Nittenau. "Wir haben die Regentaler mit unseren Fehlern zum Tore schießen eingeladen", war Rötz-Coach Walter Wanninger bedient. Im Heimspiel sieht er aufgrund der aktuellen Verfassung seiner eigenen Mannschaft die Gäste in der Favoritenrolle, wenngleich der zuletzt angeschlagene Abwehrchef Bernd Mehltretter wieder fit ist. "Wernberg ist auf den einzelnen Positionen besser besetzt als wir", schiebt er seinem Gegenüber Erwin Zimmermann die Favoritenrolle zu. Dieser glaubte nach dem enttäuschenden Remis im Kirchweih-Derby gegen Kemnath nie und nimmer daran, als Spitzenreiter nach Rötz zu reisen. "Niemand hat mit einer Niederlage der Rötzer in Nittenau gerechnet. Wir werden uns nicht verstecken und wollen den Platz nicht als Verlierer verlassen", hält Zimmermann die Erwartungshaltung gering. Christian Gebhard wird aus beruflichen Gründen fehlen.

FC Schmidgaden       So. 15.15       Weidenthal/Guteneck
Schmidgadens Erfolgsserie endete mit der 0:2-Niederlage in Tännesberg. "Wir hätten definitiv einen Zähler verdient gehabt, jedoch hatte der Schiedsrichter nicht seinen allerbesten Tag", ärgert sich Trainer Wolfgang Richthammer über die vermeidbare Schlappe. Im für ihn besonderen Spiel gegen seinen Ex-Club muss er neben den Langzeitverletzten auf Abwehr-Organisator Simon Schimmer verletzungsbedingt verzichten. "Wir haben gegen Ovi/Teunz eine verdiente Niederlage hinnehmen müssen, da wir gute Dinge der letzten Wochen nicht umsetzen konnten", resümiert SF-Trainer Christian Hechtl. Für seine Elf geht es nun gegen ihren Ex-Coach. Nach Aussage von Hechtl freuen sich Mannschaft und Umfeld auf das Wiedersehen mit dem ehemaligen Übungsleiter. "Mit dem Namen Wolfgang Richthammer wird im Verein eine sehr erfolgreiche Zeit in Verbindung gebracht", sagt Hechtl voller Respekt gegenüber seinem Kontrahenten.

FC Ovi/Teunz       So. 15.15       Burglengendfeld II
Mit sieben Zählern aus drei Spielen befindet sich der FC Ovi/Teunz auf dem besten Weg, sich in der Tabelle zu stabilisieren. Trainer Jürgen Schönfelder fordert jetzt einen Heimerfolg, um die bis dato magere Heimbilanz seiner Elf aufzupolieren. Gespielt wird an diesem Wochenende in der Teunzer Klug-Arena. Mit einem souveränen 4:1-Erfolg entschied Burglengenfeld das Duell der beiden stärksten Reservemannschaften des Landkreises gegen Ettmannsdorf klar zu seinen Gunsten. Gleichzeitig entledigte sich Trainer Robert Rödl zunächst sämtlicher Sorgen, in untere Tabellenregionen abzurutschen. "Wir können in Ovi/Teunz befreit aufspielen und wollen einen Zähler mit nach Hause nehmen", gibt er sich bescheiden.

SpVgg Neukirchen/B.       So. 16.00       TSV Winklarn
Die SpVgg Neukirchen/Balbini nähert sich langsam den angenehmeren Tabellenregionen. Mit 6:3 landete man erstmals einen überzeugenden Sieg. Jetzt gilt es, mit den Rückkehrern und Leistungsträgern Florian Noe und Markus Weber nachzulegen. Fehlen wird Abwehrchef Stefan Noe. Bei den Gästen hakt es derzeit im Abwehrbereich. Trainer André Schille kann zwar auf den drittbesten Angriff der Liga vertrauen, allerdings ist die Defensive momentan nicht ligatauglich. Das macht die Aufgabe nicht einfacher. Mit Tim Fleischmann und Andreas Träxler kehren zwei Spieler in die Mannschaft zurück. Spielertrainer Schille und Bastian Meyer sind nicht im Kader. Nach vier teils herben Pflichtspielniederlagen hofft Schille auf eine Überraschung.

Schönseer Land       So. 16.30       TSV Tännesberg
Den 5:2 Erfolg der vergangenen Woche bei "teils indisponierten Winklarnern" möchte SpVgg-Coach Georg Salomon nicht überbewerten. "Wir müssen unser Umschaltverhalten von der Offensive in die Defensive in den Griff bekommen, um gegen Tännesberg was zu holen", weiß er. Ähnlich wie die mangelnde Kommunikation untereinander. Gästetrainer Hans-Jürgen Linge holte in der vergangenen Saison die Meisterschaft mit der SpVgg Schönseer Land und freut sich auf ein Wiedersehen mit den ehemaligen Spielern und auch mit einem seiner ehemaligen Trainer. "Natürlich ist es etwas Besonderes gegen meine Freunde zu spielen. Ziel ist es dennoch, mit einem Erfolg die SpVgg auf Distanz zu halten", so Linge weiter.

SC Ettmannsdorf II       So. 17.00       TSV Nittenau
Zu einfache Fehler und eine derzeit dünne Personaldecke bereitet Ettmannsdorfs Trainer Sebastian Hierl derzeit Sorgen im Hinblick auf die nächsten Spiele. "Wir bekommen es einfach nicht in den Griff, stabiler in der Abwehr zu stehen", sagt Hierl, der derzeit einen überschaubaren Trainingsbesuch vermeldet. Gegen den ebenfalls in der unteren Tabellenregion beheimateten TSV Nittenau wird es seiner Meinung aufgrund des Resultats der Vorwoche, als Nittenau dem Spitzenreiter Rötz die erste Niederlage beibrachte, nicht einfacher. Die Gäste strotzen deswegen gerade vor Selbstvertrauen und wollen die so notwendigen Punkte bei angeschlagenen Ettmannsdorfern einheimsen. Mit Stürmer Marco Frankerl stieg ein wichtiger Spieler wieder in den Trainingsbetrieb ein und wird auf der Bank Platz nehmen.
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