Kirchbauverein Ettmannsdorf hat bereits 100 000 Euro gesammelt und wartet nun auf Förderzusage ...
"Wunder aus Regensburg" hilft der Orgelsanierung

Lokales
Schwandorf
27.04.2015
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Rund 100 000 Euro hat der Kirchbauverein Ettmannsdorf inzwischen für die Sanierung der Orgel zusammengetragen. Bis zum Jahre 2020 soll die Finanzierung stehen. Warum die Pfarrei St. Konrad vielleicht aber schon im nächsten Jahr mit der Sanierung beginnen kann, verriet Vorsitzender Stefan Wenisch bei der Hauptversammlung am Freitag im Pfarrheim.

Der Kirchbauverein Ettmannsdorf hat sich bei der Gründung 1958 zum Ziel gesetzt, die Pfarrei bei allen baulichen Maßnahmen zu unterstützen. Die Orgelsanierung ist nun die größte Maßnahme in der Geschichte des Vereins, den es in dieser Form in Schwandorf nur einmal gibt. 250 000 Euro kostet die Sanierung der Orgel, weitere 70 000 die Renovierung der Empore. Bislang war von fünf Prozent Zuschuss von der Diözese die Rede. Wie Vorsitzender Stefan Wenisch erfahren hat, könnte nun die Förderung "wesentlich höher ausfallen". Er hofft auf "ein Wunder aus Regensburg". Dann nämlich könnte die Pfarrei die Maßnahme bereits 2016 in Angriff nehmen.

Die Sanierung der über 50 Jahre alten Orgel ist dringend geboten. Sie sei vom Schimmelbefall bedroht und erfülle auch vom Klangvolumen her nicht mehr die heutigen Voraussetzungen, haben Experten festgestellt. Der Sachverständige des Bistums Regensburg, Professor Norbert Düchtel, schreibt seinem Gutachten: "Die Orgel wird in klanglicher und technischer Hinsicht den Anforderungen und der Bedeutung des Kirchenraums in keiner Weise mehr gerecht". Sie soll nun weiter in die Mitte der Empore rücken und von bislang 1600 auf 2080 Pfeifen erweitert werden. Die Pfarrei holte sich drei Angebote ein und hat sich für eine Firma entschieden, die den Auftrag für 250 000 Euro übernehmen will. Zum Vergleich: Ein neues Instrument dieser Größenordnung würde rund 800 000 Euro kosten, erklärte Pfarrer Albert Hagen. Sein Dank gilt den vielen Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen, die mit ihren Spenden das Projekt unterstützen.

23 Jahre lang war Erich Grashiller Kassenverwalter des Kirchbauvereins mit aktuell 100 Mitgliedern . Am Freitag übergab er das Amt seinem Nachfolger Sebastian Peine. Vorsitzender Stefan Wenisch und Pfarrer Albert Hagen dankten Erich Grashiller für die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit und verabschiedeten ihn mit einem Geschenk.
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