Kirwamoidl mit Prinzipien

Zweiter Kirwabursch Martin Jobst (rechts) tanzt mit Laura Glaser (links), der Partnerin des ersten Kirwaburschen Thomas Stehr. Letzterer war bei der Wahl am Freitag verhindert. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
31.08.2015
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Dass es eine Kampfabstimmung um den Posten des zweiten Kirwaburschen gibt, ist auch in Fronberg nicht alltäglich. Die Fasanenfeder am Hut als Zeichen ihrer Aufgabe tragen in diesem Jahr Thomas Stehr und Martin Jobst.

Bereits seit fünf Jahren tanzen Laura Glaser (20) und Thomas Stehr (20) um den Fronberger Kirwabaum. Im vergangenen Jahr als "zweites" Paar, heuer ganz an der Spitze. Thomas Stehr konnte bei der Wahl am Freitag in der Brauereiwirtschaft zwar nicht dabei sein, hatte aber sein Einverständnis erklärt. Einstimmig fiel das Votum auf ihn.

Die Kirwaburschen führen nicht nur die Tanzpaare an, auch während des "Ladens" vor der Traditionskirchweih haben sie viele Verpflichtungen. Es ist nämlich alter Brauch im Dorf, dass die Burschen von Haus zu Haus ziehen und zum Fest laden - in Erwartung einer Spende. So ein "Laden" kann schon mal länger dauern, wenn's zum Beispiel zu ehemaligen Kirwaburschen oder -moidln geht.

Um die Position des zweiten Kirwaburschen gab in diesem Jahr ein Gerangel. Am Ende setzte sich der 19-jährige Martin Jobst mit 29 Stimmen vor Johannes Hammer (21) und Stefan Hösl (19) durch. Tanzpartnerin des zweiten Kirwaburschen ist Charlotte von Breidbach.

Jeden Freitag treffen sich die Tanzpaare um 20 Uhr im Saal der Brauereiwirtschaft. Bis zur Kirwa vom 17. bis 21. Oktober. Im vergangenen Jahr waren es 15 Paare. Darunter auch Laura Glaser und Thomas Stehr. Privat gehen die beiden nicht miteinander. Laura hat da ihre Prinzipien: "Ein richtiges Kirwamoidl hot an Kirwaburschn und an Freind". In den kommenden Wochen stehen nun regelmäßige Tanzproben in der Brauereiwirtschaft an, bis es in die "heiße Phase" geht, die eine Woche vor der Kirchweih mit dem "Reiserschneiden" beginnt. Aus dem Reisig werden dann in der Tenne der Brauereiwirtschaft die Kränze und Girlanden gebunden, die den Baum mitten im Dorf schmücken.
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