Klardorfer SPD fordert Lärmschutz und nennt Vorschläge - Bäume und Sträucher behindern die Sicht
"Höchste Eisenbahn" am Übergang

Die SPD Klardorf mit ihrem Vorsitzenden Andreas Weinmann (links) setzt sich für Lärmschutz an der Bahnstrecke durch den Stadtteile ein. Außerdem soll der beschrankte Bahnübergang an der Klardorfer Straße durch eine Überführung ersetzt werden. Bild: kga
Lokales
Schwandorf
15.09.2015
3
0
In Klardorf verläuft die Bahntrasse Regensburg-Hof direkt durch den Ort. Die stetig steigende Zahl von Zügen führt zu einer wachsenden Lärmbelastung, vor allem bei den Anliegern, deren Anwesen unmittelbar links und rechts neben der Schienen liegen. Mit dem geplanten Ausbau der Nutzung der Bahnstrecke im Zuge der vorgesehenen Elektrifizierung wird sich die Belastung weiter verstärken. Die Befürchtungen der Klardorfer Bürger nahm der SPD-Ortsverein zum Anlass für eine Besichtigung der Situation vor Ort. Vorsitzender und Stadtrat Andreas Weinmann begrüßt die Elektrifizierung, jedoch müssten die berechtigten Interessen der Anwohner gewahrt sein.

Dabei sei vor allem entscheidend, dass die Planungen im Ortsgebiet als "erhebliche Maßnahme" eingeordnet würden. Nur dann wäre eine angemessene Förderung von Lärmschutzmaßnahmen für die Anlieger gewährleistet.

Weiterhin forderte Weinmann, dass die Bahn selbst geeignete bauliche Maßnahmen ergreife, beispielsweise durch eine Absenkung der Bahntrasse im Ortsgebiet, verbunden mit einer Überführung des Verkehrs der Klardorfer Straße. Mit der dadurch erreichten Verbesserung der Verkehrssituation und der zu erwartenden Lärmminderung könnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion. Ein weiteres Problem an der Bahntrasse sprach Stadtrat Max Schuierer an. Der Bewuchs im Bahnhofs- und Trassenbereich behindere die Sicht. Autofahrer und Fußgänger könnten Züge erst spät erkennen, umgekehrt die Lokführer Personen am Gleisbereich erst sehr spät sehen. Susanne Gietl wies darauf hin, dass sich auch spielende Kinder im Bahnhofsbereich bei der früheren Panzerverladerampe aufhalten.

SPD-Organisationsleiter Hans Öchsner wies noch auf einen Gehwegabschnitt östlich des Bahnüberganges hin. Hier habe die Bahn bereits im Vorjahr auf ihrem Grundstück Bäume und Sträucher abgeräumt. Der Gehsteig sei dabei nicht unerheblich verunreinigt, die Reinigung aber vergessen worden. Nun wachse das Unkraut meterhoch. Stadtrat Weinmann erläuterte, dass die Bahn schriftlich auf ihre Verkehrssicherungspflicht hingewiesen worden sei. Dies sei jedoch ungleich schwieriger als bei privaten Anliegern, ergänzte Max Schuierer. Er zeigte einen Brief vor, den er vor fast genau 20 Jahren aus ähnlichem Anlass an die Bahn geschrieben hatte. "Bis heute habe ich keine Antwort bekommen", sagte er.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.