Klinik mit steigendem Renommee

Die Asklepios Klinik Lindenlohe wächst: Mehr Patienten und erweiterte Leistungen kennzeichneten das Jahr 2014. Auch räumlich weitet sie sich aus: Hinter dem Haupthaus soll ein Anbau mit fünf Operationssälen entstehen. Bilder: Amann (2)
Lokales
Schwandorf
22.01.2015
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Die Klinik Lindenlohe schreibt schwarze Zahlen. Mehr Patienten, erweiterte Leistungen und belegbare Qualität kennzeichneten in dem Haus der Asklepios-Kette das erfolgreiche Jahr 2014. Ein neuer Chefarzt brachte auch internationale Patienten ins "Wirbelsäulenzentrum Oberpfalz".

Mehr als 10 500 Patienten ambulant behandelt, über 3600 stationär: "Wir haben eines der erfolgreichsten Jahre in der jüngsten Geschichte unseres Hauses hinter uns", fasste Geschäftsführer Marco Woedl die Entwicklung der Orthopädischen Klinik zusammen. Er wusste auch zu berichten: "Es kommen immer mehr Menschen mit komplizierten oder außergewöhnlichen Krankheitsgeschichten zu uns". Diese Tatsache wertete er als Beweis für das entgegengebrachte Vertrauen. In die Ausstattung und Einrichtung investierte die Klinik 2014 rund 800 000 Euro. Heuer werde es noch mehr sein, deutete Woedl an, ohne eine konkrete Zahl zu nennen.

Vor allem beim Gelenkersatz und bei der Therapie der Wirbelsäule entschieden sich die Patienten verstärkt für Lindenlohe. Das Endoprothetik-Team mit Professor Dr. Heiko Graichen an der Spitze behandelte rund 13 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr. Als ärztlicher Direktor freute er sich nicht nur über diese Zahlen: Dr. Graichen bekam vom Magazin Focus schon zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung als einer der besten deutschen Knie-Spezialisten. Zudem konnte er im Frühjahr weltweit erstmals mit einer neuen Technologie am Knie operieren, die es dem Arzt ermöglicht, während des Eingriffs das Operationsergebnis vorherzusehen.

Stark zulegen konnte auch das Wirbelsäulenzentrum, das Dr. Konstantinos Kafchitsas seit 1. April als Chefarzt leitet. Mit ihm gelang es, das Leistungsspektrum auf diesem Sektor deutlich auszudehnen. So können nun auch Skoliosen und komplexe Fälle an der gesamten Wirbelsäule operiert werden. Dr. Kafchitsas ist einer von rund 25 Wirbelsäulenchirurgen in Deutschland, der auch Kinder mit besonders schweren Skoliosen versorgen kann. Er will jetzt die Kooperation mit Kinderkliniken ausbauen.

Geschäftsführer Woedl freute sich, dass mit dem Griechen ein erfahrener Chirurg von einer Uni-Klinik nach Lindenlohe wechselte. Er ziehe mittlerweile auch Patienten aus vielen Ländern, darunter Kuwait, Russland und Schweiz, an.

In der Sportmedizin und Unfallchirurgie befindet sich Lindenlohe ebenfalls im Aufwind. Laut Professor Dr. Graichen werde das Haus inzwischen, zum Beispiel bei Brüchen, von den BRK-Sanitätern vermehrt angefahren.

Die zunehmende Spezialisierung brachte eine leichte Aufstockung des Personals mit sich. Fünf Prozent mehr Stellen bedeuten, dass die Klinik nun ziemlich genau 200 Beschäftigte zählt. (Hintergrund)
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