Kluger Schachzug zur Lehrstelle

Stolz präsentiert Johannes Rester (Zweiter von rechts) sein dreidimensionales Schachbrett. Geschäftsführerin Cornelia Horsch (rechts), Schulleiter Michael Winter und Ausbildungsleiter Anton Grauvogl (von links) freuen sich mit ihm. ild: rid
Lokales
Schwandorf
16.07.2015
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Für Johannes Rester aus Steinberg am See hat sich die Projekt-Teilnahme doppelt gelohnt. Der Schüler der Klasse 10 M an der Mittelschule Dachelhofen hat nicht nur ein dreidimensionales Schachbrett aus Holz, Edelstahl und Messing gefertigt, sondern auch einen Lehrvertrag bei der Firma Horsch in der Tasche.

Der 16-jährige lässt sich beim Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen am Sitzenhof zum Fertigungsmechaniker ausbilden. Johannes Rester ist einer von elf Jugendlichen der Mittelschule Dachelhofen, die sich am Schachbrett-Projekt beteiligt haben. Am Montag präsentierten sie bei der Firma Horsch die Ergebnisse. Der Startschuss für das Kooperationsprojekt fiel am 29. Januar. Seitdem sägten, frästen und klebten die Schüler außerhalb der regulären Unterrichtszeit viele Stunden und ließen ein dreidimensionales Schachbrett entstehen. Unterstützt von Fachlehrer Carsten Fischer und der Produktdesignerin Martina Herrmann (Firma Horsch), die die Idee dazu hatte.

Beifall von allen Seiten

Die Kooperation zwischen der Firma Horsch und der Mittelschule Dachelhofen bekam am Montag vor allen Seiten Beifall. Geschäftsführern Cornelia Horsch, Ausbildungsleiter Anton Grauvogl, Schulamtsdirektorin Renate Vettori, Schulleiter Michael Winter und dritte Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf lobten das Durchhaltevermögen der Jugendlichen. Die Schüler der achten bis zehnten Klassen nutzten die Arbeit auch zur Berufsorientierung. So wie Johannes Rester, der einen Lehrvertrag bei der Firma Horsch "unbedingt" haben wollte und ihn jetzt auch bekam. "So tüchtige Leute müssen wird uns rechtzeitig sichern", gibt Ausbildungsleiter Anton Grauvogl zu verstehen. Das Unternehmen biete acht verschiedene Ausbildungsberufe an und beschäftige in diesem Jahr 58 Lehrlinge. "Wir bilden aus, weil wir dringend Nachwuchskräfte brauchen", so Grauvogl. Er will bei den Jugendlichen nicht nur die fachliche, sondern auch die soziale Kompetenz fördern und setzt auf Projektarbeit im Team.

Keine Eintagsfliege

Die Zusammenarbeit der Firma Horsch und der Mittelschule Dachelhofen soll keine Eintagsfliege bleiben. Schulamtsdirektorin Renate Vettori hat bereits ein fertiges Konzept für eine Kooperation von der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe in der Schublade. Für die Vertreterin der Kultusbehörde gehört die frühzeitige Berufsorientierung zu den wesentlichen Merkmalen der Mittelschule.

Deshalb sei sie ständig auf der Suche nach Kooperationspartnern aus der Wirtschaft. Neben Horsch (Agrar-Maschinen, Schwandorf), Quadrus (Metalltechnik, Schmidgaden) und Läpple (Blechverarbeitung, Teublitz) hat sie zuletzt auch die Firma Gerresheimer (Metall- und Kunststoffverarbeitung, Wackersdorf) für eine Zusammenarbeit gewinnen können.
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