Knapp 700 Briefe für Gefangene

Auch beim Weihnachtsmarkt in Maxhütte-Haidhof sammelten die Amnesty-Mitglieder Unterschriften für gewaltlos Gefangene. Die Resonanz bei der Bevölkerung war durchwegs gut. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
30.12.2014
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Die Aktion auf Weihnachtsmärkten hatte Erfolg: Die Kreisgruppe von Amnesty International (AI) sammelte rund 700 Unterstützer-Briefe für Gefangene. Sie haben weite Reisen vor sich.

"Dein Brief kann Leben retten" lautete das Motto des Briefmarathons von Amnesty International (AI), Kreisgruppe Schwandorf, mit dem sie auf vier Weihnachtsmärkten im Landkreis Unterstützung für drei gewaltfreie Häftlinge in Nigeria, Iran und China organisierten. Knapp 700 Briefe kamen zusammen, mit denen Weihnachtsmarktbesucher um Freilassung, Hafterleichterung und Aufhebung eines Todesurteils baten.

Barbara Beck, Sprecherin der Kreisgruppe Schwandorf von AI: "Das ist für unsere Gruppe das bislang stärkste Ergebnis dieser Adventsaktion. Es kamen ordentlich Päckchen an Briefen zusammen, unsere normalen Versandtaschen reichten dafür gar nicht aus." Die gebündelten Briefe werden von Amnesty jeweils direkt an die Staatspräsidenten von China und Iran geschickt, sowie an den zuständigen Gouverneur in Nigeria.

"Wir hoffen natürlich, dass auch heuer die Briefe ihre Wirkung auf die jeweiligen Verantwortlichen nicht verfehlen. Von den zwölf betreuten Gefangenen des Briefmarathons 2013 wurden dieses Jahr drei freigelassen, darunter auch einer der von uns Betreuten. Drei weitere erhielten deutliche Hafterleichterungen," so Beck. Die internationale Aufmerksamkeit sei oft die einzige Lebensversicherung für die Inhaftierten.

Beck dankte den Organisatoren der jeweiligen Weihnachtsmärkte für die großzügige und unkomplizierte Genehmigung des Briefmarathons. Einer Ausdehnung auf weitere Weihnachtsmärkte setze die Zahl der Aktiven eine Grenze. Sie kann sich aber vorstellen, dass Vereine AI beim Briefmarathon 2015 unterstützen, indem sie auf ihren Adventsversammlungen die AI-Briefe auslegen. Die Kreisgruppe berate hierzu gerne. Im einzelnen wurden für Liu Ping (China) 200 Briefe und für Moses Akatugba (Nigeria) 232 Briefe abgesendet. Abdolfattah Soltani (Iran) erhielt 252 Unterschriften auf der Petitionsliste.
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