Kompetent und verschwiegen

Landrat Thomas Ebeling (links), Bürgermeister Hans Frankl und Gruppenleiter Robert Feldbauer (von rechts) ehrten mit Fritz Eberwein (Zweiter von links) und Franz Forster (Mitte) zwei langjährige Feldgeschworene. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
30.05.2015
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Das kommunale Ehrenamt der "Feldgeschworenen" geht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Es gilt damit als das älteste in Bayern. Doch auch in Zeiten moderner Technik und digitaler Flurkarten sind die Grenzhüter als Bindeglieder zwischen Bürger und Gemeinde gefragt.

Dies betonte der Gruppenleiter des Vermessungsamtes Nabburg, Robert Feldbauer, bei der Ehrung zweier langjähriger Mitarbeiter. In Bayern unterstützen rund 20 000 Feldgeschworene die hauptamtlichen Kräfte der Vermessungsämter, 50 von ihnen im Landkreis Schwandorf. "Bis hierher und nicht weiter", bekomme zu hören, wer "seine Grenzen" überschreiten will.

Landrat Thomas Ebeling griff diese Redewendung bei der Ehrung der "Geometer" auf und betonte: "Der Grenzwächter muss bei den Bürgern Vertrauen genießen und über seine Arbeit Stillschweigen bewahren". Das Ehrenamt des Feldgeschworenen sei nicht nur das älteste, sondern auch das einzige, das auf Lebenszeit vergeben werde, betonte Robert Feldmeier. Die Vermessungsgebühren könne sein Amt deshalb so niedrig halten, "weil wir auf ehrenamtliche Mitarbeiter zurückgreifen können". Der Feldgeschworene kenne die Verhältnisse in seiner Gemeinde und könne den hauptamtlichen Mitarbeitern wertvolle Tipps im Umgang mit den Bürgern geben. Seit 50 Jahren übt Franz Forster (86) aus Bruck das Ehrenamt aus. Sein Kollege Fritz Eberwein (78, ebenfalls aus Bruck) bringt es auf 25 Jahre. Bürgermeister Hans Frankl war zur Ehrung mit nach Schwandorf gekommen und bedankte sich im Namen des Marktes für die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit.
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