Konrad-Max-Kunz-Tage mit dem "Geheimnis der gelben Narzisse" eröffnet
Spannung mit Edgar Wallace

Einen unterhaltsamen Abend mit Krimikost bot das "SADTheater" im Sperlstadel. Bild: tie
Lokales
Schwandorf
04.05.2015
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Wenn der Name Edgar Wallace auftaucht, weiß man, dass es sich um gediegen gestaltete Kriminalfälle handelt, die dieser Autor in seinen Büchern spannend darbietet. Matthias Hahn hat aus Motiven zweier Romane ein Kriminalstück fürs Theater zusammengestellt. Es ergibt sich ein fesselndes Handlungsgefüge.

Asiatisches Flair

Genau deswegen hat das "SADTheater" der Konrad Max Kunz-Fördervereinigung Hahns Theaterstück "Das Geheimnis der gelben Narzisse" ausgewählt und im Sperlstadel Fronberg gespielt. Das begann mit dem leicht asiatischen Flair im Bühnenbild, womit der ansonsten einfache Büroraum optisch aufgewertet wurde. Befremdlich wurde die Atmosphäre dann durch die mächtigen Gongschläge, die den voll besetzten Zuschauerraum leise werden ließen. Damit waren die Konrad-Max-Kunz- Tage 2015 eröffnet.

Auf der Bühne bewegte sich eine Frau in rituellen Tanzbewegungen zur Hauptmelodie von "Schwanensee", verfolgt von einer maskierten Figur. Beide flüchteten ins Off. Und jetzt trat die "Neue" auf. Christina Kostka stellte sich als junge Tänzerin der Maskenbildnerin, die Ilona Glück verkörperte, vor. Die angesehene Primaballerina des Londoner Revue- Theaters, mit dem Beinamen "Gelbe Narzisse" , starb bei einem Unfall.

Die Leiterin der Theatertruppe, streng in Körperhaltung und Stimme von Margit Berkmann gespielt, kam hinzu und zweifelte daran, dass die Nachwuchsfrau ihrer Aufgabe gerecht werden könne. Nach einer Standpauke rauschte sie ab. Der Sohn der Chefin (Sebastian Wagner) stellte sich als begeisterter, aber zu wenig anerkannter Tänzer vor.

Lockere Schmeichelei

Jakob Rester spielte den Manager des Theaters, der es wagte, seiner "Lady" auch mal zu widersprechen. Das ließ sie sich natürlich nicht gefallen. Die Chauffeurin der Lady merkte, dass die Chefin nicht bester Laune ist, und versicherte sie ihrer Loyalität. Christina Fink-Rester gelang diese Schmeichelei ganz locker. Die inneren Spannungen in einer Belegschaft waren so nachvollziehbar dargestellt.

Und dann trat noch die schwarzverhüllte Anja Setzer als Person unklarer Herkunft auf und schuf immer wieder eine gespenstige Stimmungsvariante. Ihr Vortanzen wurde durch den Ausfall des Lichts verdunkelt. Als es wieder angeht, wird jedoch nicht eine Erhöhung der Spannung angezeigt, sondern der Beginn der Pause. Danach kam Dirk Dürholz, dem man den Inspektor von Scotland Yard ohne weiteres abnahm.

Was ist passiert?

Was bei dem Unfall der "Gelben Narzisse" wirklich passierte, will er wissen und befragt alle. Spannung bis zum Schluss war garantiert. Ein durchaus sehenswertes Theaterstück, nicht allein der Handlung wegen, sondern ebenso, weil die Darsteller sich alle in bewundernswürdigem Engagement ihrer jeweiligen Rolle widmeten. Inszenierung und Regie oblagen Christina Fink-Rester. Zum vom Publikum mit großem Beifall gefeierten Erfolg des Abends trugen auch die Choreographie von Anja Setzer und Ilona Glück, sowie Licht, Ton und Technik bei.
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