Konzept für die "Beer-Häuser"

Die "Beer-Häuser" zwischen Fronberger Straße (rechts) und Spitalstraße werden nun endgültig abgerissen. Beim Neubau soll die Kubatur erhalten werden. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
08.10.2015
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Alles soll bleiben wie es ist, nur eben neu und ein bisschen höher werden. Das sieht das grobe Konzept vor, das die Verwaltung am Dienstag dem Bauausschuss für die "Beer-Häuser" vorgelegt hat. Der Ausschuss stimmte zu. Einziehen könnte eine Landesbehörde.

Der Abbruch der "Beer-Häuser" ist dem Stadtrat schon länger ein Anliegen. Allein die Kosten von rund 200 000 Euro sorgten für Stirnrunzeln. Der Abriss könnte so teuer werden, weil eventuell die Fronberger Straße und auch die Nachbargebäude abgestützt werden müssten. Ein Investor, der die Grundstücke samt Gebäuden übernimmt und dann das Gelände bebaut, wurde bislang nicht gefunden.

Um die Kosten etwas im Griff zu behalten, wird nun ein Antrag auf Städtebauförderung gestellt. Der hat allerdings nur Aussicht auf Erfolg, wenn es ein Konzept für die Wiederbebauung gibt. Das sieht nun, weitgehend in der gleichen Kubatur, den Neubau von zwei Gebäuden mit Stellplätzen im Untergeschoss, zwei Stockwerken und Dachgeschoss vor. Die Gebäude würden etwas höher als die bestehenden - wie hoch, ist noch unklar. Das könnte wichtig werden, weil die "stufenartige" Ansicht der Altstadt von der Amberger Straße her als erhaltenswert gilt.

Auch einen möglichen Nutzer des größeren Gebäudes präsentierte die Verwaltung: Das Landesjugendamt, das im Zuge der Behördenverlagerung des Freistaats 20 Arbeitsplätze nach Schwandorf verlegen soll. Der Raumbedarf sei zu erfüllen, sagte Maximilian Fritsch vom Bauordnungsamt. Der bestehende Parkplatz soll bleiben, aufgepeppt durch etwas Grün. Mit möglichen Bauherrn wird verhandelt, sicher ist allerdings noch nichts.

Sicher ist dagegen, dass die Häuser baufällig sind, was das Statik-Büro Wellnhofer nach einem Ortstermin bestätigte und mit Bildern belegte. Nach wie vor geistert die Absicht durch den Ausschuss, die Freifläche nach dem Abriss zumindest zeitweise als Parkplatz zu nutzen. Das ist eher ein städtebauliches Schreckgespenst: Was aus einem Provisorium werden kann, zeigt der Parkplatz an der Spitalstraße. Der war ursprünglich auch einmal nur vorläufig. Über eine Bebauung, um die ehemalige Torsituation zur Spitalkirche wieder herzustellen, spricht schon lange niemand mehr.
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