Kräftiger Schluck für Musiker

Bei der Bierprobe stießen der Festausschuss, Bräu Wolfgang Rasel (Vierter von rechts) und Georg Hauser (Sechster von rechts) von der Schlossbrauerei Naabeck auf ein erfolgreiches Fest an. Bild: tgr
Lokales
Schwandorf
05.08.2015
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Die Neukirchener Blasmusik sorgt seit 40 Jahren für Unterhaltung und musikalischen Genuss. Am Wochenende wird das kräftig gefeiert.

"Wir befinden uns auf der Zielgerade mit den Vorbereitungen für das Gründungsfest", berichtet Vorsitzender Johann Mulzer. Am Freitag beginnt das große Fest der Neukirchner Blasmusik, verbunden mit dem Kreismusikfest. Letzter Akt der Organisation: Die Bierprobe. Das Urteil über das eingebraute Festbier der Naabecker Brauerei fiel einstimmig aus: "Sehr gelungen". So konnte die Abordnung des Vereins die "Freigabe" für den schmackhaften Gerstensaft bedenkenlos erteilen.

Brauereibesitzer Wolfgang Rasel informierte die Neukirchner Delegation über die Historie das Schlosses und der Schlosskapelle. Urkundlich wird Naabeck erstmals 1112 genannt. Der Fund einer römischen Goldmünze lässt die Vermutung zu, dass hier schon viel früher Menschen lebten und handelten. Die Schlosskapelle geht auf das Jahr 1519 zurück. Sie ist dem Erzengel Michael geweiht.

Geschichte der Brauerei

Bier wird in Naabeck seit 1620 gebraut - bis 1960 vorwiegend für den Eigenbedarf und die umliegenden Ort. 1960 wurde die Landwirtschaft verpachtet, die bis zu diesem Zeitpunkt Haupterwerbsquelle war, und der Brauereibetrieb favorisiert. Die Brauerei wurde in den vergangenen 55 Jahren ständig erweitert und an die Marktgegebenheiten angepasst.

"Wir produzieren kein Massenbier", ließ der Brauereichef Wolfgang Rasel seinen Gästen wissen und legte Wert darauf, dass aus seinem Haus "frisches Bier" kommt. "Eines, das man nur regional vertreiben kann." Damit war auch die Zielsetzung des Unternehmens umschrieben. "Wir richten nicht den Blick über die Oberpfalz hinaus, dafür aber orientieren wir uns am Geschmack des einheimischen Biertrinkers". Zur Herstellung des Naabecker Bieres werden bayerisches Malz, Hopfen aus der Hallertau und aus dem Gebiet von Tettnang sowie untergärige Hefe verwendet. Konservierungsstoffe haben im Naabecker Bier nichts verloren.

Süffig und gelungen

Nach einer rund achtwöchigen Lagerung bei drei Grad steht das Festbier mit einer Stammwürze von 13,1 Prozent und einem Alkoholgehalt von 5,4 Prozent zum Ausschank bereit. Für das Festbier wurden fünf spezielle Malzsorten ausgewählt, die dem Bier auch die tief-goldene Farbe verleihen. Von den Mitgliedern des Festausschusses wurde das Bier als "süffig und sehr gelungen" bezeichnet und erhielt uneingeschränktes Lob. Vorsitzender Johann Mulzer dankte Wolfgang Rasel und Georg Hauser für die konstruktive Zusammenarbeit bei der Vorbereitung des Festes. Für den Verein sei nur die Zusammenarbeit mit der Schlossbrauerei Naabeck in Frage gekommen, so Mulzer.
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