Krankenhausgesellschaft macht immer noch Verluste - Fördermittel-Frage in Neunburg weiterhin ...
Rote Zahlen bis zum bitteren Ende

Das Ex-Krankenhaus in Neunburg vorm Wald gehört immer noch der gemeinnützigen Krankenhaus-GmbH des Landkreises. Es blieb auch im Geschäftsjahr 2013 offen, ob und in welcher Höhe Fördermittel an den Freistaat zurückzuzahlen sind, nachdem der akut-medizinische Krankenhausbetrieb beendet worden war. Bild: Mardanow
Lokales
Schwandorf
20.12.2014
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Die gemeinnützige Krankenhausgesellschaft des Landkreises, die sich in Liquidation befindet, schrieb auch 2013 rote Zahlen. Sie beendete das Jahr mit einem Defizit in Höhe von rund 525 000 Euro (2012: 430 000 Euro). Das geht aus dem Abschluss hervor, den der Kreistag einstimmig annahm. Den Betrag muss in voller Höhe der Landkreis ausgleichen.

Im Geschäftsjahr verwaltete die GmbH nur noch die Liegenschaft des ehemaligen Kreiskrankenhauses in Neunburg vorm Wald und hielt eine Beteiligung an der Altenpflege-Einrichtung "Haus St. Johannes", die in der früheren Nabburger Klinik untergebracht ist.

In seinem Bericht verwies Wirtschaftsprüfer Rainer Reuhl darauf, dass mögliche Fördermittelrückzahlungen für Neunburg weiterhin ungeklärt sind. Erhobene Forderungen des Freistaates resultieren aus der Schließung des akut-medizinischen Krankenhauses und seiner Umwandlung in ein Gesundheitszentrum. Im Raum steht noch ein Betrag von rund 1,4 Millionen Euro, nachdem zunächst ein Anspruch in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro geltend gemacht worden war. Der Experte aus dem Büro Schüllermann und Partner (Mainz) geht davon aus, dass auch im aktuellen Jahr 2014 und bis zur Beendigung der Gesellschaft noch mit einer Unterdeckung aus dem Betrieb dieser Liegenschaft zu rechnen ist.

Die Krankenhaus-GmbH hatte zum Jahresende 2013 noch Schulden in Höhe von rund 10,2 Millionen Euro. Um endfällige Darlehen ausgleichen zu können, erhält sie heuer 5,0 Millionen Euro aus dem Landkreis-Etat. Seit dem Verkauf der Häuser in Nabburg, Oberviechtach und Burglengenfeld an die Asklepios-Gruppe ist der eigentliche Geschäftszweck der Gesellschaft, der Betrieb von Krankenhäusern, weggefallen. Mit Beschluss vom 21. November 2011 manifestierte die Gesellschafterversammlung die Auflösung der GmbH. Zur Liquidatorin wurde damals die Verwaltungsdirektorin Dr. Brigitte Birzer bestellt.
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