Kritik an den Jägern bei Hubertusfeier zurückgewiesen - Nachhaltigkeit
"Polemisierend und haltlos"

Die Bläsergruppe des Jägervereins mit Hornmeister Wolfgang Prebeck (links) gestaltete die Hubertusmesse in der Kreuzbergkirche und die anschließende Feier im Kreuzbergzentrum. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
12.11.2014
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Zwischen dem Bild der Jäger in der Öffentlichkeit und der Realität klaffe eine erhebliche Lücke, sagte Hans Vornlocher bei der Hubertusfeier im Kreuzbergzentrum. Die "vermeintlichen Tier- und Umweltschützer" würden im Waidmann "einen Bambi- und Katzentöter, den Bleivergifter und den Luchsfeind" sehen. Der Vorsitzende des Jägervereins St. Hubertus wies diese Vorwürfe als "polemisierend und haltlos" zurück und stellte fest: "Der Landesjagdverband ist mit seinen Kreisgruppen ist ein anerkannter Naturschutzverband".

Mit seiner aktiven Hege betreibe der Jäger in seinem Revier "einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt", machte der Vorsitzende deutlich. Die Diskussion um das Töten der Tiere könne die Jägerschaft "mit erhobenem Haupt" führen, denn: "Wir üben die Jagd nachhaltig und selektiv aus". Ein höheres Gütesiegel für ein gesundes, natürliches Nahrungsmittel als "Wild aus heimischer Flur" könne es nicht geben, so Hans Vornlocher. Er sieht die Jagd "als Dienstleistung an der Gesellschaft und in der Verantwortung gegenüber der Natur".

Der Vorsitzende der Kreisgruppe Schwandorf im Landesjagdverband appellierte an die Mitglieder, den Stellenwert der Jagd in der Öffentlichkeit zu vertreten. Die Jägerschaft sollte sich auch die Bräuche erhalten und Stammtische, Hubertusfeiern und Gesellschaftsjagden pflegen. Zur Tradition gehöre ferner die Ehrung langjähriger Mitglieder. Karl Bollog gehört dem Landesjagdverband seit 60 Jahren an. Nadel und Urkunde für 40-jährige Treue erhielten Heinz Schmid, Siegfried Kerschbaum und Georg Ehrenreich. Seit 25 Jahren sind Peter Bäuml, Georg Bäuml, Peter Leibl, Michael Weiß, Manfred Wild und Immo Böttcher Mitglied. Mit einer Urkunde bedankte sich Hans Vornlocher bei den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Johann Schmidt, Anton Mauerer, Erich Jäger, Martin Obendorfer, Herbert Stipberger und Max Bösl.

Die Bläsergruppe des Vereins mit Hornmeister Wolfgang Prebeck gestaltete die Hubertus-Messe in der Kreuzbergkirche und auch die anschließende Feier im Kreuzbergzentrum. Die Frauen des Vereins hatten dazu ein Büfett mit Wildspezialitäten zubereitet.
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