Küchenreste kommen in die Biotonne - Standorte ab 1. September an Recyclinghöfen
Baustein für Abfallentsorgung

Lokales
Schwandorf
22.08.2015
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Die Recyclinghöfe im Landkreisgebiet werden ab 1. September weiter verbessert. Der Gesetzgeber verpflichtet die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, ein flächendeckendes Sammelsystem für Küchenabfälle einzurichten. Der Landkreis setzt bei der Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes auf die aktive Mitarbeit seiner Bürger. Die Biotonne wird im Bringsystem in Form der Bioabfall-Beutel (dazu grüner Kasten) eingeführt.

Seit kurzem werden über eigene Container an den Recyclinghöfen bereits Hartkunststoffe separat erfasst und einer hochwertigen stofflichen Verwertung zugeführt. Nun kommt in einem weiteren Schritt ab Dienstag, 1. September, die Biotonne an die Recyclinghöfe.

Wenig wegwerfen

Bei einer Sortieranalyse seines Restmülls, die der Landkreis beim renommierten Bifa-Umweltinstitut in Augsburg in Auftrag gegeben hatte, war festgestellt worden, dass sich nur 18,1 Prozent organische Abfälle in der Restmülltonne befinden. Dieser niedrige Wert spricht nach Überzeugung der Kreisverwaltung zum einen dafür, dass offensichtlich die Schwandorfer Landkreisbürger mit Lebensmitteln sehr verantwortungsbewusst umgehen und sich die Wegwerfmentalität in diesem Bereich in Grenzen hält. Außerdem hatte der Kreis in der Vergangenheit seine Bürger stets zur Kompostierung auf dem eigenen Grundstück motiviert und dafür Gebührenanreize geschaffen.

Kein Eingriff ins System

"An diesem sehr gut funktionierenden System soll auch nicht gerüttelt werden", betont der Pressesprecher des Landkreises, Hans Prechtl. Die Eigenkompostierung wird lediglich ergänzt um die Möglichkeit, die organischen Küchenabfälle an den 24 Recyclinghöfen des Landkreises abzugeben. Mit dieser Lösung können in dem ländlich strukturierten Landkreis die Bürger auch weiterhin selbst kompostieren, wenn sie dies wollen. Gleichzeitig kommt der Landkreis aber der Verpflichtung durch den Gesetzgeber nach.

Auch die Möglichkeit, freiwillig gegen Gebühr von privaten Anbietern eine Biotonne für den eigenen Haushalt zu mieten, bleibt erhalten.
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