Kulturausschuss belässt alte Regelung - Umfrage eindeutig gegen Start am Freitag
Zwei Bürgerfest-Tage sind genug

Das Bürgerfest in Schwandorf ist ein Besuchermagnet. Auch, um eine "Kannibalisierung" (OB Feller) des Sonntags zu vermeiden, lehnte der Kulturausschuss eine Ausweitung des Fests auf drei Tage ab. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
12.12.2014
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Das Bürgerfest wird auch 2015 zwei Tage dauern. Das beschloss der Kultusausschuss des Stadtrates gegen die Stimmen von Matthias Kuhn (SPD) und Ferdi Eraslan (FW). Sie wollten das Ansinnen des Wendelinvereins, das Bürgerfest auf den Freitag auszudehnen, zumindest ausprobiert sehen.

Zuletzt hatte der Ausschuss die Entscheidung zurückgestellt und eine Umfrage unter Fieranten und Festwirten in Auftrag gegeben. Das Ergebnis war eindeutig: 17 Vereine, Standbetreiber und Wirte waren gegen eine Ausweitung, nur 11 dafür.

Oberbürgermeister Andreas Feller beauftragte die Wirtschaftsförderung zusätzlich, bei den Geschäftsleuten und Dienstleistern nachzufragen. Auch hier war eine deutliche Mehrheit (49 zu 27) gegen einen dritten Bürgerfesttag. Unter diesen Voraussetzungen plädierte CSU-Sprecherin Martina Englhardt-Kopf dafür, bei zwei Festtagen zu bleiben. "Die Vereine können das nicht stemmen", sagte sie. Auch Sandra Gierl sprach sich für die Mehrheit der SPD gegen den dritten Tag aus, auch wenn sie "ein großer Fan" einer Ausweitung gewesen sei. Das Ergebnis der Umfrage sei aber eindeutig. Ähnlich äußerte sich Kurt Mieschala (UW).

Ferdi Eraslan plädierte dafür, das längere Fest zumindest zu testen. Matthias Kuhn (SPD) hielt daran fest, das Fest zu verlängern, vor allem um die Innenstadt zu beleben. Die Mehrheit und auch Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) sahen das anders. Feller erinnerte an die Mehrkosten von rund 22 000 Euro. Außerdem müsse auch das "Funktionieren der Stadt" im Auge behalten werden.

Biermarke freigegeben

Bei der Befragung wurde auch deutlich, dass es während der Aufbauphase Probleme mit dem Schulbusverkehr und der Zufahrt zur Dialysepraxis in der Breite Straße geben könnte, sollte das Fest auf den Freitag ausgedehnt werden. OB Feller hatte auch ins Feld geführt, dass ein dritter Tag möglicherweise der Besucherzahl am Sonntag schaden könne.

Einstimmig billigte es der Ausschuss, die geplanten Kosten von 117 000 Euro für das zweitägige Fest am 11. und 12. Juli 2015 im Haushalt anzusetzen. Ebenso beschlossen wurde eine neue Berechnung der Gebühren für die Gastronomie. Die Wirte bezahlen künftig nicht mehr 10 Prozent des Umsatzes, sondern 5 Euro je Quadratmeter Freischankfläche. Das sei weitgehend kostenneutral für die Gastronomen, sagte Kulturamtsleiterin Susanne Lehnfeld, außerdem leichter zu überprüfen. Ein Passus, dass nur Bier Schwandorfer Brauereien ausgeschenkt werden darf, wurde aus rechtlichen Gründen gestrichen.
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