Längst "Mädchen für alles"

Andreas Hohler (rechts) und Holger Roidl (links) haben altes Gerät und historische Kleidung für die Ausstellung in der Sparkasse zusammengetragen. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
11.08.2015
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Die Schwandorfer Feuerwehr scheut keine Mühen, wenn es um ihr Jubiläum geht: In der Sparkasse ist seit Montag eine Ausstellung zu sehen, die historisches Gerät ebenso zeigt wie alte Bilder.

Kreisbrandrat Robert Heinfling hat gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern der Stadtfeuerwehr, Andreas Hohler und Holger Roidl, altes Gerät, historische Kleidung und Bilder von den Einsätzen für eine Ausstellung zusammengetragen, die bis 4. September in den Räumen der Sparkasse zu sehen ist. 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schwandorf: In Kürze erscheint dazu auch eine 250-seitige Festschrift.

Dann kann das Jubiläum kommen, das alle bisherigen Rekorde brechen wird. Allein zum Festzug durch die Stadt am 30. August um 14 Uhr erwartet Vorsitzender Andreas Hohler 2500 Teilnehmer. Der Festausschuss tastet sich etappenweise heran an das Großereignis und überlässt nichts dem Zufall. Patenbitten, Kommersabend und Bierprobe waren bereits. Mit der Ausstellung und der Festschrift will die Wehr das Interesse in der Bevölkerung wecken.

"Unverzichtbarer Helfer"

"Wir sind die wichtigste ehrenamtliche Vereinigung in der Stadt", betonte Stadtbrandinspektor Helmut Mösbauer bei der Ausstellungseröffnung am Montag. Die Feuerwehr habe sich längst zum "Mädchen für alles entwickelt". Ob Unfälle, Unwetter, Ölspur, Überschwemmung, Tierrettung, Absperrmaßnahmen, die Feuerwehr sei zum "unverzichtbaren Helfer in der Not" geworden. Helmut Mösbauer richtete mahnende Worte an die Stadt, die "nicht an der falschen Stelle" sparen und verstärkt Mitarbeiter einstellen sollte, die sich ehrenamtliche engagieren. "Würden wir gerne tun", erwiderte Oberbürgermeister Andreas Feller, "aber wir finden sie nicht". Verständnis zeigte der Rathauschef für die Forderungen der Aktiven nach neuen Geräten. Der Stadtbrandinspektor hatte auf "Technik, die teilweise über 30 Jahre alt ist", hingewiesen. "Damit können wir den gewachsenen Anforderungen nicht mehr gerecht werden", so Mösbauer.
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