Landkreis erhöht Rücklagen und baut Schulden ab
Finanzielle Sanierung

Der Schuldenabbau sollte die vorrangige Zielsetzung für die nächsten Jahre bleiben.
Lokales
Schwandorf
11.03.2015
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Der Haushaltsplan 2014 des Landkreises entwickelte sich positiver als ursprünglich prognostiziert. Diese Nachricht, die Kreiskämmerer Michael Neckermann zu verkünden hatte, hörte sich für die Mitglieder des Kreisausschusses erfreulich an. Sie erfuhren, dass der allgemeinen Rücklage nahezu 1,9 Millionen Euro zugeführt werden konnten. Es gelang, ohne neue Kredite auszukommen und die Schulden um 2,4 Millionen auf 34,9 Millionen Euro zu senken. In diesem Jahr will der Kreis den Weg der Entschuldung weitergehen. Läuft alles planmäßig, so steht er am 31. Dezember 2015 noch mit 32,5 Millionen Euro in der Kreide.

In der Ausschusssitzung legte der Kämmerer die Jahresrechnung 2014 vor. "So früh wie noch nie zuvor" konnte er das Zahlenwerk präsentieren, das den Vorjahres-Etat abschließt. Neckermann berichtete, dass es beträchtliche Mehreinnahmen erlaubten, die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt um stattliche 2,0 Millionen Euro zu erhöhen. Daraus resultierte schließlich auch die möglich gewordene Rücklagenbildung. Der Kreis verfügt somit jetzt über ein Polster von rund 2,85 Millionen Euro, das um etwa 1,9 Millionen Euro höher liegt als die vorgeschriebene Mindest-Rücklage. 2013 hatte die Rücklage noch 6,1 Millionen betragen. Doch davon mussten während des Jahres 5,0 Millionen Euro entnommen werden, um ein endfälliges Darlehen der gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft des Landkreises auszugleichen.

In Verbindung mit der Jahresrechnung verglich der Kämmerer die Investitionen der letzten sechs Jahre. Er kam zu dem Ergebnis, dass im Hochbau durchschnittlich 5,2 Millionen und im Tiefbau 1,8 Millionen Euro jährlich kassenwirksam ausgegeben wurden. Heuer plant der Kreis 6,65 Millionen für den Hoch- und 3,86 Millionen Euro für den Tiefbau ein.
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