Landkreis hilft dem Roten Kreuz

Ein Gesundheitszentrum machte Asklepios aus dem früheren Nabburger Kreiskrankenhaus. Der jetzige Eigentümer würde nun die Immobilie abgeben. Das Rote Kreuz strebt dann einen Umbau und die Umwandlung in ein großes Pflegeheim an. Zuvor müssen allerdings noch förderrechtliche Hürden aus dem Weg geräumt werden. Diese Aufgabe müsste der Landkreis erledigen. Bild: Amann
Lokales
Schwandorf
15.12.2014
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Für das Rote Kreuz steigen die Chancen, aus dem einstigen Nabburger Krankenhaus ein Pflegeheim zu machen. Der Kreistag begrüßte am Montag das Vorhaben. Auf den Landrat warten jetzt aber noch schwere Verhandlungen.

Die Grünen wollten das Thema in den öffentlichen Teil der Kreistagssitzung vorziehen. Doch Landrat Thomas Ebeling (CSU) blieb auf dem eingeschlagenen Weg: "Grundstücksangelegenheit", begründete er es, warum der BRK-Plan auf der nichtöffentlichen Tagesordnung blieb. "Freilich ist das kein Staatsgeheimnis", zeigte er sich allerdings bereit, im Anschluss an die Sitzung zu informieren, zumal unsere Zeitung "Der neue Tag" bereits am Wochenende über das Thema berichtet hatte.

Wie Ebeling am Montagabend gegenüber der NT-Redaktion sagte, erklärte der Kreistag zwar noch keinen Verzicht auf Vorkaufsrecht und Rückfalloption. Aber: Grundsätzlich stellte er dem Roten Kreuz die Mithilfe an der Verwirklichung des Projektes in Aussicht - sofern das Vorhaben "förderunschädlich" ist und früher gewährte Sanierungszuschüsse in siebenstelliger Höhe nicht zurückbezahlt werden müssen. Das Gremium beauftragte den Landrat, weitere Verhandlungen zu führen, die darauf abzielen, dass der Freistaat Bayern die Nutzungsänderung vom Krankenhaus über ein Gesundheitszentrum zum Pflegeheim mit Demenz-Stationen akzeptiert, ohne Fördergelder zurück zu verlangen. "Vorsichtig optimistisch" zeigte sich Ebeling im Gespräch mit der NT-Redaktion, fügte aber auch an: "Das Ganze kann immer noch scheitern". Auf der Basis des Kreistagsbeschlusses könne das Bayerische Rote Kreuz seine Pläne jedenfalls weiter konkretisieren. "Das ist eine absolut sinnvolle Lösung", freute er sich, dass es für das Haus ein gutes Konzept unter der Regie eines uneingeschränkt vertrauenswürdigen Trägers gibt. Er wolle die ausschlaggebende Fördermittel-Frage so schnell als möglich klären. Noch in dieser Woche werde es darüber Gespräche geben. Der Landrat peilt nach eigenen Worten einen Abschluss im Januar an.
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