Landkreis strebt professionelle Kraft bei der Flüchtlingsproblematik an
Stütze für ehrenamtliche Helfer

Lokales
Schwandorf
08.07.2015
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Die Flüchtlingsproblematik brennt auf den Nägeln. Das Sozialministerium will nun in einem Modellprojekt bis zu zehn Kreisverwaltungsbehörden im Bereich Asyl unterstützen. Der Kreisausschuss befasste sich bei seiner Sitzung mit dieser Thematik und sprach sich einstimmig für eine Interessenbekundung aus.

Die vielen ehrenamtlichen Helfer im Bereich Asyl sollen laut Ministerium unterstützt werden und eine professionelle Begleitung in Person einer hauptamtlichen Kraft erhalten. Heuer und 2016 werden dafür 500 000 Euro zur Verfügung gestellt. Der Landkreis müsste die Hälfte der Kosten tragen. Es gab keine Diskussion. Die Kreisräte beschlossen, das Interesse beim Staatsministerium zu bekunden. Für den Fall des Zuschlags wird der Landrat ermächtigt, den Förderantrag für eine 30-Stunden-Kraft pro Woche (0,75-prozentige Volllzeitkraft) zu stellen.

Die Träger der Erwachsenenbildung im Landkreis erhielten bereits Ende 2014 Fördermittel als freiwillige Leistungen. Insgesamt wurden dabei 26 740 Euro ausgeschüttet. Das wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Kreis tritt dem Verein "Volkshochschule im Städtedreieck" als Mitglied bei. Der Fall ist das bereits beim Verein "Volkshochschulen im Landkreis Schwandorf." Dort zahlt man 3890 Euro Beitrag. Auf Vorschlag von MdL Franz Schindler wird die Summe für beide Vereine auf 4000 Euro angeglichen.

Für Frauen in Not

Frauen leiden nicht selten unter häuslicher Gewalt. Organisationen wie "Frauen helfen Frauen e.V" oder der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) aus Amberg kümmern sich darum. Beide stellten den Antrag auf Gewährung eines Zuschusses für den Betrieb der Beratungsstellen. Der Ausschuss sprach sich für die Unterstützung von "Frauen helfen Frauen" aus, Für 2016 gilt, dass die nicht durch Eigenmittel und staatliche Zuwendungen gedeckten Kosten, mindestens aber zehn Prozent der Gesamtsumme, übernommen werden.

"Bildung integriert" ist ein Programm des Bundesforschungsministerium überschrieben. Am Zertifizierungsprozess beteiligt sich auch der Landkreis mit der Initiative Bildungsregion. Bereiche der Transparenz, der Nachhaltigkeit und des Managements könnten trotz des hervorragenden Angebots verbessert werden. Im Antrag des Landkreises an das Ministerium sind Gesamtkosten von 430 827 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren veranschlagt. Eine Bewilligung wurde in Aussicht gestellt. Für heuer, so Landrat Thomas Ebeling, entstünden Kosten in Höhe von 24 000 Euro, die überplanmäßig veranschlagt werden müssten. Das Gremium stimmte zu.

Das THW Schwandorf will einen Unimog mit leistungsfähigem Ladekran beschaffen und beantragte einen Zuschuss. Die Kreisräte lehnten das Ansinnen ab. Hier sei der Bund gefordert, so die Meinung. Auch der Lehrbienenstand am Burglengenfelder Gymnasium wird nicht bezuschusst. Geprüft wird die Umsetzung und der Kostenrahmen für die Installierung eines freien WLAN-Zugangs im Landratsamt. Diesen Antrag hatte die CSU-Fraktion eingebracht.
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