Landrat betont bei Empfang Bedeutung der "Best Ager"
Erfahrungsschatz, den es zu heben gilt

Die Schülerinnen der Klasse 5c, Jennifer Zink (links) und Leoni Scherl (rechts), amüsierten die Gäste des Seniorenempfangs mit dem Theaterstück "Mit Eselsbrücken gegen die Vergesslichkeit". Bild: rid
Lokales
Schwandorf
21.01.2015
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"Es sind die Älteren, die eine Gesellschaft zusammenhalten, in der die Jüngeren immer weniger Zeit haben, sich zu engagieren". Beim Seniorenempfang des Landkreises am Montag im Sitzungssaal des Landratsamtes verdeutlichte Landrat Thomas Ebeling die steigende Bedeutung der "Best-Ager-Generation". Deshalb gehöre ein gut funktionierendes Netzwerk auch zu den Schwerpunkten der Seniorenpolitik des Landkreises.

Wer die älteren Menschen in ihren Lebenslagen unterstütze, fördere damit auch die jungen Familien und die Wirtschaft in der Region. Für den Landrat muss die Seniorenpolitik deshalb weiter das Markenzeichen im Landkreis bleiben. Thomas Ebeling lernte in seiner bisherigen Amtszeit "viele unternehmungslustige Senioren" kennen. Seine Zahlen belegten diese Beobachtung. Im vergangenen Jahr organisierten die 123 Altenclubs im Landkreis 2900 Veranstaltungen mit rund 65 000 Teilnehmern.

Positiv stimmt den Landrat auch die Arbeit des Palliativ- und Demenznetzwerks, das inzwischen von vielen Händen getragen werde. 22 der 33 Landkreiskommunen beschäftigen einen Seniorenbeauftragten oder hätten Beiräte. Thomas Ebeling kündigte die Wahl des neuen Landkreis-Seniorenbeirats für den 5. März an.

Regierungspräsident Axel Bartelt sieht den Landkreis mit seiner Seniorenpolitik oberpfalzweit in einer Vorreiterrolle. "Die Senioren tragen einen großen Schatz an Erfahrung, den es zu heben gilt", so der oberste Repräsentant der Bezirksregierung. Der ältere Mensch wiederum schätze "das Gefühl, noch gebraucht zu werden". Dr. Axel Bartelt ist stolz auf den "immensen Zusammenhalt" der Oberpfälzer Bürger bei der Betreuung der Asylbewerber und Flüchtlinge. Die Politik tue gut daran, gemeinsam mit den Menschen vor Ort nach verträglichen Lösungen zu suchen.

Unter dem Beifall der über 100 Gäste forderte der Regierungspräsident die Europäische Union zu einer gerechteren Verteilung der Lasten auf. Schülerinnen der Mädchenrealschule gestalteten auch diesmal wieder das Rahmenprogramm mit Musik und Spiel und sorgten für die Bewirtung der Gäste. Landrat Thomas Ebeling bedankte sich bei Rektorin Marlies Hoffmann, Musiklehrerin Janett Vetter, Hauswirtschaftslehrerin Resi Lorenz und Kunstlehrer Thomas Tezzele mit einem Blumenstrauß.
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