"Lebenshilfe" investiert kräftig - Offene Türen am 31. Oktober
Werkstätte für psychisch Kranke

Geschäftsführerin Margit Gerber, VdK-Kreisvorsitzender Siegfried Pöll und Oberbürgermeister Andreas Feller (von links) schauen Alois Mannl (rechts) bei der Arbeit zu. Er repariert in der Werkstätte für psychisch kranke Menschen gerade Fahrräder. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
14.10.2015
25
0
6,5 Millionen Euro haben die "Lebenshilfe e.V." und der Sozialverband VdK in den Bau der "Werkstätte für Menschen mit seelischer Behinderung" investiert. Am 26. Oktober erfolgt die Einweihung der "Kleeblatt-Werkstatt" an der Dachelhofer Straße, in der seit Juli 80 Mitarbeiter beschäftigt sind.

"Kleeblatt" ist eine Filiale der Naabwerkstätten in Ettmannsdorf. In der Zentrale sind 400 Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung untergebracht. Die Arbeitsplätze für die psychisch Kranken waren dagegen in mehrere Hallen ausgelagert und sind nun an einem Standort zusammengeführt worden.

Einer der Beschäftigten ist Alois Mannl (45). Er arbeitet seit knapp zwei Jahren in der Werkstätte. Stress und Mobbing am Arbeitsplatz haben beim IT-Fachmann einen seelischen Zusammenbruch ausgelöst. Jetzt repariert er Fahrräder und ist glücklich dabei. Genauso wie seine 80 Kollegen, die in den Bereichen Metallverarbeitung, Gartenbau- und Landschaftspflege, Hauswirtschaft, Montage und Fahrradreparaturservice arbeiten.

Zweigstellenleiter Dieter Speckner ist mit der Auftragslage zufrieden. Seine Leute stecken, schleifen, schrauben und verpacken für große Firmen, die diese einfachen Tätigkeiten nach außen vergeben. Mit eigenen Fahrzeugen holen die Kleeblatt-Mitarbeiter die Rohware ab und bringen sie bearbeitet zurück. Im Schnitt verdienen die Mitarbeiter 300 Euro im Monat, erklärt Geschäftsführerin Margit Gerber. Sie bereitet derzeit die Einweihungsfeier am 26. und den Tag der offenen Tür am 31. Oktober vor. An beiden Tagen treten die "Quertreiber", eine Musikformation der Naabwerkstätten, mit Schülern des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums auf. Die beiden Musiklehrerinnen Stefanie Jehl (Gymnasium) und Agnes Meier (Naabwerkstätten) wollen die Zusammenarbeit langfristig pflegen und im Sinne der Inklusion öfters gemeinsam spielen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.