Letzte Kräfte mobilisiert

Rekordverdächtig war der Andrang, als am Sonntagnachmittag die Kirwamusikanten mit den Kirwapaaren in den Fronberger Dorfplatz einmarschierten. Bilder: rid (2)
Lokales
Schwandorf
20.10.2015
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"O Kirwa, lou niat nou, bleib no a bisserl dou". Beim Männerfrühschoppen in der Fronberger Brauereiwirtschaft ging es gestern noch einmal hoch her.

Mit dem Alkoholpegel stieg die Stimmung im voll besetzten Saal und erreichte schließlich ihren Höhepunkt, als die Musikanten Punkt zwölf Uhr die Bayernhymne anstimmten. "Gott mit dir, du Land der Bayern", dröhnte es vielstimmig durch den Saal. Tradition wurde groß geschrieben an diesem Vormittag.

In Frauenkleidern

Die Frauen waren ausgeschlossen, mit Ausnahme der Bedienungen und der Wirtin. Darüber wachten die "Türsteher" mit Argusaugen. Drinnen im Saal liefen die üblichen Rituale ab. Die Ehrengäste und alle, die sich dafür hielten, wurden "rein- und rausgespielt" und durften sich "hochleben" lassen. Gegen eine entsprechende Geldspende versteht sich. Und beim "Auf-und-nieder-Walzer" gerieten die Biertische ins Schweben. Am frühen Nachmittag verlagerte sich das Geschehen dann ins Freie. Angeheiterte Mannsbilder schlüpften in Frauenkleider, tanzten um den Kirwabaum und zogen mit der Musik um den Dorfplatz.

Podium zu klein

Vorsitzender Hubertus von Breidbach zog eine positive Bilanz. Die beiden Tanzveranstaltungen am Samstag- und Sonntagabend waren fast ausverkauft. Der Andrang am Sonntagnachmittag sprengte alle Rekorde. Ebenso wie die Zahl der Kirwapaare. Die 36 Jugendlichen hatten gar nicht alle Platz auf dem Podium und mussten sich beim Tanz um den Baum abwechseln. Zufrieden waren auch die Wirtsleute Cathleen Heine und Bernhard Meier. Zusammen mit sechs Bedienungen sorgten sie dafür, dass niemand hungrig oder durstig weggehen musste.

Schwerstarbeit verrichteten drei Tage lang auch die Musiker der Fronberger Kirchweihmusikanten. Am Montag mobilisierten sie noch einmal die letzten Kräfte und begleiteten die Kirwagäste durch das Dorf. Von der Brauereiwirtschaft ging es zum "Müllner" in die Siedlergaststätte, von dort zum Sportheim des ASV Fronberg, wo die Kirwa dann spät am Abend ausklang. Bis zum Geldbeutelwaschen. Das beginnt heute um 19 Uhr in der Brauereiwirtschaft.
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