Leuchtende Augen als Dank

Sharon Schimpf, Carina Riebel und Roman Martyn (hinten, von links) von der Mittelschule Dachelhofen überreichten den Kindern der Übergangsklasse der Kreuzbergschule die Geschenkpakete. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
19.12.2014
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Carina Riebel (16), Schülersprecherin der Mittelschule Dachelhofen, hatte eine Idee. "Wir könnten eigentlich den Kinder der Flüchtlingsfamilien zu Weihnachten eine Freude machen", schlug sie ihren Kameraden Daniel Elsner, Sharon Schimpf und Roman Martyn von der Schülermitverwaltung vor.

Gesagt, getan: Die Jugendlichen nahmen Kontakt mit der Kreuzbergschule, dem Jugendtreff und der Schwandorfer Tafel auf und ermittelten den Bedarf. Am Ende bekamen sie 130 Namen von Kindern aus Flüchtlings- und Asylbewerberfamilien zusammen. Die Initiatoren ermunterten ihre Mitschüler, Geschenkpakete mit Spielzeug, Hygieneartikeln, Kleidung und Süßigkeiten zu schnüren. Am Freitag erfolgte nun die Übergabe.

Im Jugendtreff

Die Schüler der Übergangsklasse an der Kreuzbergschule waren als erste an der Reihe und holten sich im Jugendtreff ihre Geschenkpakete ab. Zielgruppe waren hier Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren. Mittags ging die Bescherung in den Räumen der Tafel weiter. Von den 900 Kunden der Schwandorfer Verteilerstelle sind etwa 15 Prozent Asylbewerberfamilien, erklärt Caritas-Geschäftsführer Wolfgang Reiner. Bei der gestrigen Warenausgabe waren die Kinder dabei und holten sich ihr Geschenk persönlich ab. Mit einem "Danke" und einem strahlenden Gesicht nahmen sie die Präsente entgegen. Das machte wiederum auch die Initiatoren der Aktion glücklich.

Angebot erweitern

Wolfgang Reiner will das Angebot der Tafel im neuen Jahr erweitern und den interkulturellen Dialog fördern. Das "Cafe International" soll ein Ort der Begegnung für die Menschen unterschiedlichster Herkunft werden. "Räume dafür haben wir im Piusheim bekommen", versichert der Caritas-Geschäftsführer. Zunächst soll das Cafe zweimal im Monat öffnen. Betreiben werden es die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel. Thomas Elgass vom Jugendtreff unterstützte die spontane Aktion der Schüler und stellte den Kontakt zur Kreuzbergschule und zur Tafel her.

"Sich die Adressenlisten vom Landratsamt zu holen und die Geschenke zu Hause vorbei zu bringen, wäre zu aufwendig gewesen", erklärte der Sozialpädagoge. Deshalb hätten sich der Jugendtreff und die Räumlichkeiten in der Tafel als Anlaufstellen angeboten.
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