Markt-Wochenende im Tierzuchtzentrum soll Interessensausgleich anbahnen
Imker ärgern sich über Bauern

Die beiden Imker Hermann Bronold (links) und Michael Schießl (rechts) erwarten von den Landwirten mehr Entgegenkommen. Sie suchen deshalb den Kontakt zum Bauernverband. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
07.10.2014
7
0
Zu frühe Mahd, Monokulturen, zu wenig Grünstreifen: Die Imker sind mit der Arbeit der Landwirte nicht zufrieden. "Unsere Bienen brauchen mehr blühende Blumenwiesen und Ackerrandstreifen", fordert Hermann Bronold. Der Vorsitzende des Imkervereins Schwarzenfeld ist gleichzeitig auch Kreisvorsitzender der Bayerischen Imkervereinigung und sucht den Kontakt zum Bayerischen Bauernverband. Dieser bietet den Bienenzüchtern beim Herbstbauernmarkt am 11. und 12. Oktober im Schwandorfer Tierzuchtzentrum nun eine Plattform zur Präsentation.

Zum Erntedankfest eröffnen die Direktvermarkter jeweils ein Themenschaufenster. Diesmal geht es um die Bienenzucht. Die beiden Mitglieder des Kreisvorstandes, Hermann Bronold und Michael Schießl (Schwarzenfeld), kündigten bei der Programmvorstellung im Tierzuchtzentrum eine Ausstellung an, in der sie an die Historie der Imkerei erinnern, auf die Bedeutung der Bienen hinweisen und die Honigproduktion veranschaulichen wollen.

Metzgermeister Hubert Piehler (Schwarzenfeld-Irrenlohe) ist der neue Sprecher der Interessensgemeinschaft "Oberpfälzer Bauernmarkt" und tritt die Nachfolge von Kreisbäuerin Barbara Hanauer an. Er sucht den Kontakt zu den Imkern und will sie mit ins Boot holen. Auch der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Hans Wilhelm, wünscht sich ein gutes Einvernehmen mit den Bienenzüchtern, "ähnlich wie es den Landwirten mit den Jägern gelungen ist". Der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Reinhold Witt, kündigte für nächstes Jahr "Greening-Maßnahmen" zur Schaffung neuer Nahrungsquellen für die Bienen an. "Ab 15 Hektar Ackerflächen müssen die Landwirte mindestens fünf Prozent Vorrangflächen schaffen, wenn sie weiter gefördert werden wollen", betonte der Behördenchef. Damit seien Flächen mit Zwischenfrüchten oder Ackerrandstreifen gemeint, auf denen Klee, Wicke und Phacelia als Nahrungsquellen für die Bienen wachsen könnten. Hecken, Böschungen und artenreiche Blühstreifen sollen zudem zu "Trachtinseln" erweitert werden, die das Überleben der Bienen sichern und zur Lebensvielfalt beitragen sollen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.