Medizinischer Dienst vergibt eine "1,2" - Auch wirtschaftlich erfolgreich
Spitzennote für Elisabethenheim

Der dreigeschossige Erweiterungsbau entlang der D.-Martin-Luther-Straße mit 23 Einzel- und vier Doppelzimmern sowie einem beschützenden Bereich für 16 demenzkranke Bewohner steht vor dem Abschluss. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
07.10.2014
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Mit der Note 1,2 (Bayernschnitt 1,4) bewertete der "Medizinische Dienst der Krankenversicherung Bayern " (MDK) bei der Qualitätsprüfung im Juli Pflege, Betreuung und medizinische Versorgung im Elisabethenheim. Trotz des positiven Ergebnisses zweifelt Heimleiter Egon Gottschalk am Nutzen dieses "Pflege-Tests". Bei der jüngsten Sitzung des Altenheim- und Pflegeausschusses sagte der Geschäftsführer der Bürgerspitalstiftung: "Die Lebensqualität in einem Altenheim ist mehr als nur die Kriterien des MDK". Das sieht auch Ausschussmitglied Alfred Braun so, der selbst für zwei Seniorenheime die Verantwortung trägt und von "den Momentaufnahmen der Qualitätsprüfer" wenig hält. Man solle sie abschaffen.

Mit viel Lob bedachten Oberbürgermeister Andreas Feller und die Fraktionssprecher die Arbeit des Heimpersonals. Sonja Dietl sprach von einer "klasse Leistung" , Alfred Braun (SPD) war von der "wirtschaftlichen Entwicklung " angetan, Kurt Mieschala (UW) vergab gar die Note "1+", und Lothar Walz (FWG) hatte "gar nichts anderes erwartet".

Geschäftsführer Egon Gottschalk hatte beeindruckende Zahlen vorgelegt. Bürgerspitalstiftung und Heimbetrieb haben Überschüsse in sechsstelliger Höhe erwirtschaftet. Auch das erste Halbjahr 2014 läuft nach Auskunft des Heimleiters "bisher hervorragend". Das Elisabethenheim hatte in diesem Zeitraum eine Auslastung von 98,55 Prozent und verbuchte mit gut 2,3 Millionen Euro auch mehr Erträge aus Heimentgelten als veranschlagt.

Neben der Wirtschaftlichkeit stimmt im Haus auch die Pflegeleistung. Der MDK kommt zu dem Schluss: "Alle Bewohner sind bei hoher Zufriedenheit gut versorgt". Positiv stellten die Prüfer fest, "dass die freiheitsbeschränkenden Maßnahmen für die Bewohner auf ein Mindestmaß beschränkt sind".

Vor dem Abschluss steht der dreigeschossige Erweiterungsbau entlang der D.-Martin-Luther-Straße mit 23 Einzel- und vier Doppelzimmern sowie einem Bereich für 16 demenzkranke Bewohner. Mit dem Anbau wird sich die Zahl der Heimplätze auf 180 und die der Mitarbeiter um 20 erhöhen. Der Stellenplan weist derzeit 78 Vollzeitkräfte aus.
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