Mehr Geld für Recyclinghöfe

Der Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik (KUTA) besuchte das Schwandorfer Wertstoffzentrum. Betriebsleiter Thomas Forster (Mitte) informierte über die Sortierungsabläufe. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
03.11.2014
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Ja zur Verbrennung von Klärschlamm im Zementwerk Burglengenfeld, kategorisches Nein zum Fracking: Der Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik gab gestern Nachmittag klare Empfehlungen an den Kreistag.

Zunächst stand ein Novum auf der Tagesordnung. Elf Kommunen und sechs Einrichtungen bekundeten ihre Interesse an Sammelstellen für Tonerkartuschen, Tintenpatronen sowie CD's und DVD's. Der Ausschuss nahm dies zur Kenntnis und nun wird mit einer Firma aus Eibelstadt über einen Vertrag mit dreijähriger Laufzeit verhandelt. Das erklärte Ziel ist eine flächendeckende Lösung.

Schmidgaden profitiert

Die Fortschreibung des Abfallwirtschaftsgesetzes sieht eine Steigerung der Landkreiszuwendung für Investitionen in Recyclinghöfe von zehn auf 80 Prozent vor. Auf die Einführung der Biotonne wird verzichtet. Die Angelegenheit wurde nochmals zur Beratung in die Fraktionen verwiesen.

Eine Kommune wird aber ungeachtet davon schon jetzt profitieren: Die Gemeinde Schmidgaden bekommt statt der bisherigen 1540 Euro nun 12 321 Euro für die Neuerrichtung ihres Recyclinghofes. Keine Zustimmung fand der Grünen-Antrag auf ein Verbot der Klärschlammverbrennung im Burglengenfelder Zementwerk. Gegen drei Stimmen wurde dem Kreistag empfohlen, das entsprechende Ansinnen abzulehnen. Damit steht die deutliche Mehrheit hinter dem avisierten Zweckverband aus 30 Kommunen und dem ZMS.

Einigkeit im Kern herrscht beim Thema "Fracking". Auch hierzu lag ein Antrag der Grünen vor, der auf ein generelles Verbot bayernweit abzielte. Die CSU-Fraktion hatte einen Resolutionsvorschlag eingebracht, der die Ablehnung der Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen mittels Fracking unter Verwendung wassergefährdender und giftiger Substanzen beinhaltete. Dieser Text wurde letztlich an das Plenum weitergeleitet.

Thema Busverbindungen: Offenbar ist eine Nabburger Discothek bei Amberger Jugendlichen sehr beliebt. Der Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) bat daher den Landkreis Schwandorf, sich an einer gemeinsamen Nachtbuslinie von Amberg nach Nabburg mit entsprechenden Haltestellen zu beteiligen. Kostenpunkt: 3000 Euro pro Jahr. Der Ausschuss billigte einen zweijährigen Testlauf.

Radlerbus fährt weiter

Ebenfalls guten Anklang findet der Radlerbus von Nabburg nach Schönsee. Die Zahl der Fahrgäste stieg heuer um 20 Prozent auf 642 Personen. Den Landkreis kostet dies jährlich 2000 Euro. Die Weiterführung des Projekts stand außer Frage.
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