Mehr Sicherheit für Fahrschüler

Lokales
Schwandorf
10.11.2014
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Der Landkreis nimmt den Bau eines Busbahnhofs auf dem Nabburger Schulberg in Angriff. Dafür stellte der Bauausschuss am Montag am Landratsamt die Weichen. Wobei sich nicht nur der Landrat bewusst war: Die gefundene Lösung ist gewiss nicht die beste.

Das Thema beschäftigt die Beschlussgremien des Kreises seit vielen Jahren. Denn zweifelsfrei steht fest: Am bisherigen Haltepunkt "Am Kastanienbaum" herrscht untragbares Gefährdungspotenzial. Bis zu 23 Busse kommen dort am Morgen binnen 40 Minuten an, Hunderte von Kindern und Jugendlichen bewegen sich teilweise auf der Straße in Richtung ihrer Schule, Busse wenden unterdessen auf der Fahrbahn, Verkehrsbehinderungen sind die Folge. Bis zu 1500 Fahrschüler lösen eine Menge Probleme aus, die durch den Bau eines Busbahnhofes auf einem gut geeigneten Grundstück zu lösen wären. Doch die Eigentümerinnen einer Erbengemeinschaft zeigen keine Verkaufsbereitschaft, so dass der Landkreis seine Pläne ad acta legen muss.

Dazu existieren mehrere Alternativen. Zwei davon nahm das Neunburger Ingenieur-Büro Weiß näher unter die Lupe und präsentierte nun Vorentwürfe. Die eine sieht den Bau des Busbahnhofes an der Kreisstraße SAD 28 vor. Von dort aus müsste über neun Treppen und acht Podeste eine Geländeneigung von 22 Prozent überwunden werden, um die Anbindung an den Rotbühlring und damit den Weg zu den Schulen zu erreichen. Die andere zielt darauf ab, die Haltestelle zwischen Turnhalle und Parkplatz des Gymnasiums zu platzieren. Wegen der dortigen Beengtheit ließen sich allerdings nur sechs Busse gleichzeitig in Längsaufstellung unterbringen. Beide Varianten sind also mit Nachteilen behaftet, aber immer noch besser als der Status quo. Der Bauausschuss rang sich gestern dazu durch, die erstgenannte Lösung weiterzuverfolgen. "Nicht weil sie die schönste oder beste ist, sondern mangels Alternativen", brachte es Landrat Thomas Ebeling (CSU) auf den Punkt. Für den Standort an der Kreisstraße, der sich im Besitz der abgabebereiten Stadt Nabburg befindet, beantragt der Landkreis jetzt die Förderung bei der Regierung der Oberpfalz. Von den geschätzten Kosten in Höhe von etwa 690 000 Euro wären 55 Prozent an Förderung zu erwarten.
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