Mehr Spielraum für Familien

Das "Lokale Bündnis für Familien" arbeitet weiter intensiv daran, den Familien eine exponierte Stellung in den Kommunen zu verschaffen. Dazu diente auch das Treffen der Projektgruppe mit Bürgermeister Georg Köppl (Zweiter von rechts). Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
08.08.2015
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Familienpolitik gewinnt auch auf kommunaler Ebene immer mehr an Bedeutung. Das zeigt sich auch daran, dass mittlerweile 15 der 33 Gemeinden im Landkreis Familienbeauftragte bestellt haben. Ihre Arbeit kann eng mit der Beseitigung von Leerständen zusammenhängen.

Bereits zum fünften Mal trafen sich die Familienbeauftragten, interessierte Bürgermeister und Mitarbeiter der Kommunen auf Einladung der Projektgruppe "Familienfreundliche Kommune" des Lokalen Bündnisses für Familien zum Informations- und Ideenaustausch. Es startete vor fünf Jahren das Projekt mit dem Ziel, möglichst viele Gemeinden des Landkreises anzuregen, Familienbeauftragte zu bestellen.

Individuelle Lösungen

Erhard Sailer, Leiter der Projektgruppe, startete mit einer Fragerunde zu den Erfahrungen, Wünschen und Zielen der Familienbeauftragten. Bündniskoordinatorin Helga Forster präsentierte in ihrem Kurzvortrag die möglichen Aufgaben und Handlungsfelder. "Ich zeige Ihnen die vielfältigen möglichen Betätigungsfelder von Familienbeauftragten auf, Sie müssen mit Ihrer Kommune entscheiden, welche Projekte und Schwerpunkte zu Ihnen und der Gemeinde passen", appellierte sie an den großen Kreis der Interessierten.

Der Bürgermeister aus Altendorf, Georg Köppl, referierte zum Hauptthema des Abends "Leerstand: Mögliche Lösungsansätze und Beispiele aus der Praxis". Warum kann es auch für Familien attraktiv sein, im Ortskern zu wohnen? Wie kann man einer Verödung der Innenstädte entgegenwirken? Dies waren zwei der vielen Fragen, die er zu beantworten versuchte. Der Referent konnte auf die reichhaltigen Erfahrungen aus der Leerstandsoffensive "Brückenland Bayern-Böhmen" mit elf Mitgliedsgemeinden zurückgreifen.

Kreativität gefragt

Dorfladen, barrierefreie Wohnungen mit der Möglichkeit von flexiblen ambulanten Pflegeleistungen, Mietwohnungen für junge Arbeitnehmer, altersgerechtes Wohnen und Grundstücksneugliederung im Ortskern: Das sind praktische und zum Großteil bereits verwirklichte Beispiele, wie der Ortskern wieder attraktiv werden kann. Wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Veränderungsprozess sind ein Sich-Einlassen auf kreative Lösungsansätze und ein Miteinander von allen Akteuren in der Kommune: Verwaltung, Bürger, Vereine, Unternehmen und Verbände.

Ein wichtiger Aspekt der Veranstaltung war auch der gegenseitige Informations- und Erfahrungsaustausch, der bei einem kleinen Imbiss noch vertieft wurde und der zukünftig sowohl durch die Vernetzung der Teilnehmer untereinander als auch durch weitere Informationsveranstaltungen fortgesetzt werden soll. "Klar wurde, dass ein Familienbeauftragter nicht alles wissen muss und kann, aber er sollte wissen, wo man sich weiter informieren kann", so lautete eine Teilnehmerstimme. Viele Informationen rund um Beratungsstellen, finanzielle Förderungen und Einrichtungen des Landkreises sind im Internet auf www.landkreis- schwandorf.de/Familie und Soziales zu finden.

Das Fazit des Treffens: Familien sind wichtig. Die Bestellung eines Familienbeauftragten oder auch die Einsetzung eines Familienbeirats signalisiert dies auch nach außen und kann neben dem Imagegewinn für die Gemeinde auch einen Gewinn für alle Bürger bringen.
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