Milchqualität als Chance

"Die bayerischen Milchbauern werden vom Wachstum der Märkte profitieren", glaubt BBV-Vizepräsident Günther Felßner. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
17.03.2015
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Die Milchquote sollte Mengen begrenzen, Erzeugerpreise erhöhen und den Strukturwandel stoppen. Davon ist wenig eingetreten, erfuhren die Mitglieder des Milcherzeugerrings und des Rinderzuchtverbandes. Die Frage: Wie geht's auf dem globalen Milchmarkt weiter?

Die Prognosen für die bayerischen Bauern sind gar nicht so schlecht, meinte Agraringenieur (FH) Günther Felßner bei der Bezirksversammlung der Verbände. Er ist Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes und bewirtschaftet in Lauf an der Pegnitz einen Milchvieh-Vollerwerbsbetrieb. Er hätte die Milchquote schon vor 15 Jahren abgeschafft. "Sie hat uns nur gegängelt und ein Stück Zukunft gekostet", sagte der Präsident des BBV-Bezirksverbandes Mittelfranken. Während Europa die Milchmengen begrenzte, habe sich in der übrigen Welt die Produktion verdoppelt.

80 Prozent der Milchbauern haben seit Einführung der Quote 1984 ihren Betrieb aufgegeben. Wer den Strukturwandel überstanden hat, dem prophezeit Günther Felßner allerdings gute Überlebenschancen. Der BBV-Vizepräsident ist überzeugt: "Die bayerischen Milchbauern werden vom Wachstum der Märkte profitieren". Die gute Qualität des Produkts, die hohe Sicherheit in den Ställen und die Sorge um das Tierwohl machten den bayerischen Markt international konkurrenzfähig. Angst vor einer weltweiten Milchschwemme hat der Landwirt aus Mittelfranken nicht. 83 im Verband organisierte Betriebe der Oberpfalz haben im vergangenen Jahr die Milchproduktion eingestellt. Übrig geblieben sind noch 2792 Mitglieder. Gleichzeitig stieg die Zahl der Kühe um 1995 auf 120 516. Die durchschnittliche Milchleistung pro Jahr und Tier betrug 7604 kg (plus 94 kg).

Auch der Rinderzuchtverband verlor 45 Mitglieder und hat jetzt noch 1949 Betriebe unter einem Dach. 1990 waren es noch 3321. Auch hier wird der Strukturwandel deutlich. Obwohl die Zahl der Betriebe ständig sinkt, erreichte die Zahl der Herdbuchkühe im vergangenen Jahr die Rekordhöhe von 90 736 Tieren
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