Mit besten Perspektiven

Isabell Pöppl hat sich in der Männerdomäne behauptet und als Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik die beste Prüfung der Innung Schwandorf abgelegt. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
18.03.2015
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Frauen drängen immer stärker in technische Berufe, war bei der Bildungsmesse am Wochenende in Maxhütte-Haidhof zu hören. Das beste Beispiel dafür ist Isabell Pöppl (20) aus Nittenau. Die Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist Innungsbeste.

Sie hat den M-Zug der Mittelschule gemacht und eine dreieinhalbjährige Lehre im elterlichen Betrieb angeschlossen. Die Berufsschule hat Isabell Pöppl mit einem Schnitt von 1,1 und die Gesellenprüfung mit 1,7 absolviert und peilt jetzt die Meisterprüfung an. Bei der Freisprechungsfeier der Innungen "Metall, Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik Schwandorf und Amberg-Sulzbach" im Fortbildungszentrum Charlottenhof wurde Isabell Pöppl als beste Absolventin der Innung Schwandorf ausgezeichnet.

Der Beruf des Metallbauers bleibt dagegen "männlich". Alle neun Absolventen haben die Prüfung bestanden. Unter den 16 Feinwerkmechanikern war eine junge Dame, Svenja Haberl (FS Technologies GmbH & Co. KG Bruck), die mit der Gesamtnote 2 auch das beste Ergebnis ablieferte. Bei den Anlagenmechanikern für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik fielen von den 32 Teilnehmern aus den Innungsbereichen Schwandorf (18) und Amberg-Sulzbach (14) fünf durch die Prüfung und müssen noch einmal antreten. Die Spengler waren bei der Freisprechungsfeier mit zehn jungen Gesellen vertreten.

Die Energiewende spüle dem Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk weiter die Aufträge zu , ist der Obermeister der Innung "Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik", Michael Zinnbauer, überzeugt. Schon jetzt würden 70 Prozent der Aufträge im Sanierungsbereich auf das Spenglerei-, Installateur- und Heizungsbauhandwerk entfallen. "Hier gibt es enormes Beschäftigungspotenzial für uns Handwerker", weiß der Obermeister.

"Sie haben tolle Berufe erlernt", bestätigte der Obermeister der Metallinnung, Bernhard Stegerer, den Absolventen. Wer am Ball bleibe und sich weiterbilde, werde in dieser Branche nie arbeitslos. Das ostbayerische Handwerk bilde ein Drittel aller Lehrlinge aus, so der Obermeister. 2013 waren es in Niederbayern und der Oberpfalz 17 000 junge Menschen, die einen handwerklichen Beruf lernten.
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