Mit Blasmusik Kultur vermitteln

Der Bezirksverband Oberpfalz des Nordbayerischen Musikbundes gab sich bei der Jahresversammlung in Klardorf einen Vorstand. Bild: bph
Lokales
Schwandorf
07.03.2015
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Damit die Arbeit des Bezirksvorstands um Gerhard Engel aus Freystadt weitergehen kann, wurde das Spitzengremium des Nordbayerischen Musikbunds bei den Neuwahlen weitgehend bestätigt. Aber auch ein paar junge Kräfte verstärken die Führung.

Wie die Wahlen zeigten, bleibt Gerhard Engel Bezirksvorsitzender, Werner Stein und Peter Gaschler seine Stellvertreter, Henning Busse ist neuer Stellvertreter. Michael Schaefer ist weiter Bezirksdirigent, auch sein Stellvertreter Josef Dietz bleibt im Amt, neue Stellvertreterinnen sind Martina Ferstl aus Rötz und Gerhard Böller aus Gebenbach.

Jugendreferent ist Robert Eichenseer, ihn vertreten Dr. Bernhard Edenharter (wie bisher) und Julia Schwarzmeier aus Neustadt sowie Sophia Hofmann aus Hahnbach. Lehrgangsbeauftragter ist weiter Benedikt Boßle, Beauftragter für Spielleutemusik Hermann Dirscherl, dessen neue Stellvertreterin kommt ebenfalls aus Furth im Wald: Stefanie Franz.

Bezirksgeschäftsführer bleibt Werner Stein, Bezirksschatzmeisterin Cornelia Roider (Sperlich), Internet-/EDV-Beauftragter ist Joseph Ferstl, Bezirksmedienreferent Franz Wagner, Bezirksschriftführer Holder Hierl. Neue Kassenprüfer sind Georg Christl und Veronika Riedl.

Dem scheidenden, stellvertretenden Bezirksdirigenten Stefan Neger wurde für seine Verdienste, besonders für die musikalische Leitung der "Bläserwoche" über 15 Jahre, die Verdienstnadel in Silber durch den Präsidenten und den Bezirksvorsitzenden überreicht. Dieter Dendorfer, "unser Eckpfeiler in der nördlichen Oberpfalz", wie ihn Gerhard Engel bezeichnete, wird noch verabschiedet.

Erfolgreiches Jahr 2014

"Für den Nordbayerischen Musikbund war 2014 ein erfolgreiches Jahr, besonders auch im Bezirksverband Oberpfalz", bilanzierte Gerhard Engel bei der Jahresversammlung in Klardorf und erinnerte unter anderem an das Konzert des Bezirksorchesters in Tegernheim unter der Leitung von Major Matthias Prock. 2014 habe bereits die 27. "Bläserwoche", die Probenwoche des Bezirksjugendorchesters, stattgefunden. Organisiert und geleitet wurde sie wie seit Jahren von Conny Sperlich und Stefan Neger, denen Engel dafür Dank sagte. Ein Höhepunkt sei das Bundesbezirksmusikfest in Bärnau gewesen.

Im Musikbund seien größere Themen die Künstlersozialkasse (KSK) oder das Bundesjugendschutzgesetz gewesen. Zur KSK habe es eine Wende gegeben und es sei mit der Kasse ein Kompromiss geschlossen worden. Sie bekommt vom Musikbund nun 18 000 Euro im Jahr, dafür müssen die Mitgliedsvereine keine Nachweise ihrer Ausbildungsvergütungen abgeben.

Bezirkstagspräsident Franz Löffler ging auf die schriftlichen Berichte des Bezirksvorstands ein und zeigte sich besonders von den Mitgliederzahlen beeindruckt, und da vor allem von der Quote der Jugendlichen, die fast die Hälfte der aktiven Musiker im Verband ausmachen. Hier zeige sich, dass der Musikbund attraktiv ist, und das bei einer immer größer werdenden Konkurrenz von Sport, Freizeitangeboten oder der digitalen Welt. Diese Attraktivität komme auch von der Qualität, die in den Kapellen geboten und verlangt werde und wo die Jugendlichen echte Erfolgserlebnisse haben können.

Diese Kultur- und Wertevermittlung wisse der Bezirkstag zu schätzen und unterstütze den NBMB-Bezirk daher mit 25 000 Euro jährlich und auch durch die Finanzierung der BFS für Musik oder durch Zuschüsse bei der Instrumenten- oder Trachtenbeschaffung.

Keine Bläser im Norden

Auch NBMB-Präsident Manfred Ländner würdigte vor allem die Funktionäre, die "sich für andere einsetzen". Die Gesellschaft brauche solche Menschen. Auf die Arbeit im Musikbund eingehend, meinte er, dass "Bayern immer nach Berlin zahlen darf, aber wenn wir unsere Anliegen vorbringen, dann bekommen wir von den andern Bundesländern keine Unterstützung". Dies liege oft daran, dass dort eine andere Kulturtradition besteht. So gebe es im Norden Deutschlands eigentlich keine Blaskapellen. Und wenn die Jungen immer weniger werden, so sei es doch richtig, dass der Bezirksverband über eine verstärkte Seniorenarbeit und die Inklusion Behinderter nachdenkt. Zu diesen Themen stellte auch Peter Gaschler ein paar Gedanken in den Raum.
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